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Top-Personalie
Von Snap zu RMS: Bullwinkel folgt Wahl

Snap-Chefin Marianne Bullwinkel wird zum 1. Oktober Sprecherin der RMS-Geschäftsführung. "Idealbesetzung und Wunschkandidatin" als Nachfolgerin von Matthias Wahl.

Text: W&V Redaktion

19. Juni 2019

Marianne Bullwinkel arbeitet ab 1. Oktober bei RMS.
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Mit dieser Verpflichtung ist RMS ein echter Coup gelungen: Marianne Bullwinkel wird Nachfolgerin von Matthias Wahl als Sprecherin der Geschäftsführung bei RMS. Die Gesellschafter des führenden Audiovermarkters haben die 51-Jährige laut Pressemitteilung in ihrer heutigen Gremiensitzung zum 1. Oktober als Geschäftsführerin bestellt. Wahl hatte seinen Vertrag laut RMS aus privaten Gründen nicht verlängert.

Marianne Bullwinkel gehört zu den zentralen Figuren im deutschen Digitalgeschäft. Sie ist seit Mai 2017 als Country Manager DACH für das Geschäft des Instant-Messenger-Dienstes Snap Inc. im deutschsprachigen Raum verantwortlich. Davor war sie in gleicher Funktion bei Facebook tätig. Die Medienmanagerin aus Wuppertal startete ihre Agenturlaufbahn bei Zenith More Media, gefolgt von Initiative Media. Dort stieg sie als 29-Jährige zur Geschäftsführerin von Initiative Deutschland auf. Nach 22 Jahren auf Agenturseite wechselte sie zur Verlagsgruppe Handelsblatt, wo sie als Geschäftsführerin die Vermarktungseinheit IQ Media leitete und das Vertriebs- und Produktmarketing von Handelsblatt und Wirtschaftswoche verantwortete.

Die Top-Karrierefrau

Danach übernahm sie die Rolle der DACH-Chefin bei Facebook. Bullwinkel war in zahlreichen Jurys der Kommunikationswirtschaft vertreten, darunter Cannes Lions und GWA Effie. Darüber hinaus wurde sie selbst mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als "Die 100 Top Frauen der Wirtschaft" (Handelsblatt) und "Top 100 Manager" (W&V).

Bullwinkel zu ihrer neuen Aufgabe an der Spitze der RMS: "Ich freue mich unheimlich, dass ich ab Herbst die Chance haben werde, die dynamische Entwicklung im Audiomarkt mitzugestalten. Für mich schließt sich ein Kreis: Als Mediaplanerin war ich Radio-Expertin, und bis heute ist Radio für mich ein faszinierendes Medium. Ich hätte mir damals nicht träumen lassen, einmal an der Spitze des führenden Radiovermarkters zu stehen. Die Relevanz des Radios als einem der wenigen verbleibenden Massenmedien, gepaart mit den innovativen Entwicklungen im digitalen Markt, machen die Aufgabe bei RMS so spannend."

Alle freuen sich

Kai Fischer, Aufsichtsratsvorsitzender von RMS, zur Verpflichtung der Managerin: "Es freut mich außerordentlich, dass Marianne Bullwinkel noch in diesem Jahr die Spitzenposition bei RMS übernehmen wird. Es gibt kaum eine Mediapersönlichkeit, die über eine ähnliche Bandbreite, Expertise und Erfahrung verfügt wie sie. Sie kennt das Mediageschäft aus vielen Perspektiven, in ihrer fast 30-jährigen Karriere hat sie den Beginn des Privatfernsehens ebenso miterlebt wie die nachhaltigen Veränderungen durch das Internet und die Hinwendung zur mobilen Mediennutzung. Darüber hinaus ist sie eine in der Werbebranche vielfach ausgezeichnete und anerkannte Persönlichkeit mit einem weitreichenden Netzwerk aus langjährigen Kontakten. Sie ist die absolute Idealbesetzung und unsere Wunschkandidatin, um die führende Marktposition von RMS weiter zu stärken und auszubauen."

Auch Noch-Arbeitgeber Snap findet lobende Worte für Marianne Bullwinkel. Claire Valoti, VP International bei Snap: "Ich möchte Marianne für ihren Beitrag zum Unternehmen in den letzten zwei Jahren danken. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, unser lokales Team und unser Publikum in der DACH-Region zu vergrößern und zu erkennen, dass Snapchat der stärkste Weg für Marken ist, um Gen Z zu erreichen. Wir wünschen ihr alles Gute für ihre neue Rolle."

Digitaler Input

Die Personalie Bullwinkel stößt auch im Markt ganz allgemein auf einhellig positives Echo. In Cannes, beim International Festival of Creativity Cannes Lions, war der Wechsel schnell Branchengespräch auf den deutschen Events. Überrascht hat der Ausstieg Bullwinkels die meisten vor Ort schon, aber die potenziellen Partner der neuen RMS-Chefin freuen sich. Reinhard Patzschke, Beratungsgeschäftsführer von Grabarz & Partner in Hamburg, einer Agentur, die Radio liebt, zum Beispiel sagt: "Wir schätzen Marianne Bullwinkel sehr. Sie ist eine Mediapersönlichkeit, die ihren Weg stets erfolgreich gegangen und bei aller Karriere immer Mensch geblieben ist."

Radio gilt unter Kritikern häufig noch als altes, analoges Medium. Torsten Hennings, Niederlassungsleiter bei Studio Funk in Hamburg, ist davon überzeugt, dass Marianne Bullwinkel die Irrenden eines Besseren belehren wird. Bullwinkel werde mit ihrem digitalen Knowhow, das sie unter anderem bei Facebook und Snapchat erworben hat, das Medium neu erfinden, jedenfalls anders vermarkten. In der Tat: Radio - das ist längst Audio, Podcast, Voice. Und Bullwinkel kennt sich damit aus. (op/cob)

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