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W&V Data-Analyse
VW wirbt mit viel Geld für Verbrenner

Die deutsche Automobilindustrie hinkt bei der E-Mobilität hinterher, heißt es oft. Sieht man sich die meistgeschalteten Auto-Spots der Vorwoche an, so scheint der Vorwurf nicht unbegründet zu sein.

Text: Anonymous User

24. August 2020

Für keinen Autospot wurde in der Kalenderwoche 33 mehr Werbegeld ausgegeben als für den Audi A3.
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Keine Frage: Die Corona-Krise hat die deutschen Automobilhersteller schwer erwischt. Der Verkauf ist im ersten Halbjahr 2020 um etwa 30 Prozent eingebrochen. Allerdings trifft es nicht alle Segmente gleich hart. So ist die Nachfrage nach Hybrid-Fahrzeugen prozentual gigantsich gestiegen. Doch der eigentliche Gewinner der schwierigen sechs Monate ist das Elektroauto. Auch dessen Absatz brummt. Nicht zuletzt danke der der Kaufprämie der Bundesregierung, die für einen deutlichen Nachfrage-Schub sorgt. Allein im Juli ist die Anzahl neu zugelassener Plug-in-Hybride laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) um fast 485 Prozent gestiegen. Bei reinen Elektroautos sind die Zulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 182 Prozent auf knapp 17000 Einheiten geklettert.

Zahlen, die sich sehen lassen können. Aber von denen die deutschen Hersteller offenbar nicht so richtig profitieren können. Denn sieht man sich die Auto-Werbespots aus der vergangenen Woche an, so bewirbt der größte Spender, die Volkswagen-Gruppe, ausschließlich Fahrzeuge mit Verbrenner-Motoren. Das gilt sowohl für den Audi A3, der auf Platz 2 der meistgeschaltesten Motive der Kalenderwoche 33 liegt, wie auch für den Seat Leon ST oder die Skoda-Wechselkampagne auf Platz 4. Davor kommt noch Ford, die den Puma mit Hybrid-Antrieb und danach Peugeot und Renault, die beide E-Modelle bewerben.

Für welche Motive und Spots in der vergangenen Woche das meiste Geld ausgegeben wurde, finden Sie jede Woche aktualisiert auf W&V Data.


Autor: W&V Redaktion

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