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Corona-Pandemie
W&V-Serie: Home oder Office, Henkel?

Nach dem Lockdown geht es für Henkel um eine Balance zwischen Präsenz und Remote Work, passend zur individuellen Situation der Mitarbeiter. Positiver Effekt der vergangenen Monate: ein "digitales Upskilling" auf allen Ebenen.

Text: W&V Redaktion

21. August 2020

Henkel-Zentrale in Düsseldorf
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W&V fragt in seiner neuen Serie "Home oder Office?", welche Erfahrungen Unternehmen in Deutschland gemacht haben und wie sie sich fürs New Normal rüsten. An vielen Stellen hat Henkel mit seinen Mitarbeitern aus 120 Ländern rund um den Globus bereits virtuelles Zusammenarbeiten praktiziert, dennoch hat die ungewohnte Situation dem Thema neuen Schub und breitere Akzeptanz beschert. Oder wie Henkel sagt: ein digitales Upskilling. Das heißt im Klartext: auch die letzten Bedenkenträger überzeugte das gelebte Miteinander.

Wie hat sich der Anteil der Mitarbeiter im Homeoffice seit Beginn der Coronakrise geändert? Wann planen Sie eine Rückkehr in die Büros/Fabriken? In welchem  Umfang?

Während der Hochphase des Lockdowns haben (fast) alle Mitarbeiter*innen von Zuhause gearbeitet, deren Aufgabe dies zulässt. Mittlerweile kehren immer mehr Mitarbeiter*innen in die Büros zurück. Dabei wird in Absprache mit den Teams bzw. den Vorgesetzten immer auch die individuelle Situation der Mitarbeiter*innen berücksichtigt.

Verändern Sie jetzt die bisherigen Vereinbarungen zum Thema Homeoffice?

Wir überprüfen derzeit vor dem Hintergrund der letzten Monate, ob die bestehenden Handhabungen für flexible Arbeitsmodelle für die Zukunft angepasst werden sollten.

Wie sind Ihre Mitarbeiter fürs Homeoffice technisch gerüstet und müssen Sie da evtl. nachjustieren?

Mitarbeiter*innen, die einen PC-Arbeitsplatz haben, sind technisch gut für das Homeoffice ausgerüstet. Henkel verfügt zudem über eine hervorragende IT-Infrastruktur, die das remote arbeiten sehr gut ermöglicht.

Welche Zwischenbilanz ziehen Sie beim Thema Homeoffice für Ihr Unternehmen? Wo hat es gut geklappt, wo lagen Schwierigkeiten?

Die Bilanz ist sehr positiv. Digitale und virtuelle Zusammenarbeit war schon vorher gelebte Realität bei Henkel. Schließlich beschäftigen wir Mitarbeiter aus 120 Nationen auf der ganzen Welt. Doch die unvorhersehbare Situation durch die Corona-Pandemie hat natürlich einiges verändert und beschleunigt. Innerhalb kürzester Zeit wurde, wo es nicht mehr möglich war, nicht mehr "vor Ort" gearbeitet, und das weltweit. Das lief sehr reibungslos.

Und es hat auch dazu geführt, dass zum Teil schneller zusammengearbeitet wurde, dass Entscheidungswege kürzer waren, dass digitale Tools und Systeme flächendeckend(er) genutzt wurden. Das hat letztlich auch zu einem "digitalen Upskilling" auf allen Ebenen geführt. Die Akzeptanz für virtuelle Zusammenarbeit, die Nutzung von digitalen Tools und "remote work" ist deutlich gestiegen.

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An welchen Stellen sehen Sie Verbesserungspotenzial?

Wir müssen nun eine gute Balance finden zwischen physischer Präsenz am Arbeitsplatz und "remote work". Es gilt die guten Erfahrungen im Zusammenhang mit der COVID19-Situation zu überführen in die zukünftige Arbeitswelt, die noch mehr von flexiblen Arbeitsmethoden geprägt sein wird.

Was heißt das für Ihr Gebäudemanagement? Brauchen Sie mehr/weniger Raum? Oder anders gestaltete Flächen?

Um die Sicherheit und die Gesundheit der Mitarbeiter*innen vor Ort zu schützen, wurde ein umfassendes Paket an Sicherheits- und Hygienemaßnahmen entwickelt und umgesetzt, weil immer mehr Mitarbeiter*innen stückweise zur Arbeit im Büro zurückkehren. Dazu gehören grundlegende Schutzmaßnahmen wie die strikte Aufforderung, bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben, das Einhalten eines ausreichenden Sicherheitsabstandes, Hinweise zu Hygiene, das Tragen von Schutzmasken sowie das Umgestalten von Büros und Arbeitsplätzen. Eingangs- und Ausgangstüren werden separat gekennzeichnet und können nur in eine Richtung genutzt werden, dasselbe gilt für schmale Fluren und Treppen. Entsprechende Laufwege sind sichtbar gekennzeichnet.

Sitzgelegenheiten in allgemein nutzbaren Bereichen werden entfernt oder diese Zonen mit Flatterband gesperrt. In Besprechungsräumen verbleibt nur jeder dritte Sitzplatz. Die anderen Stühle wurden entfernt. Die maximale Personenanzahl pro Besprechungsraum wird an der Tür gekennzeichnet. In Großraumbüros werden nur versetzt gegenüberliegende Schreibtische zur Nutzung freigegeben. Die nicht freigegeben Arbeitsplätze werden gekennzeichnet.

Alle Maßnahmen werden über Wegweiser, Bodenmarkierungen oder Hinweisschilder unterstützend gekennzeichnet. Überall dort, wo Mitarbeiter sich begegnen (Kantine, Flure, Treppenhäuser, Aufzüge und Aufzugszugänge, Lobby‐Bereiche etc.) und der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, wird das Tragen einer Maske dringend empfohlen. Dazu hat Henkel jedem Mitarbeiter mehrere Masken nach Hause geschickt.


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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