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Vorsicht, Glosse!
Warum Lungenärzte für die Werbung so wichtig sind

Willkommen zu einem völlig neuen Weltbild! Wir verraten, was Marketer von Ärzten lernen können…

Text: W&V Redaktion

25. Januar 2019

Berufsbild mit Zukunft
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Wie dufte ist das denn? Vereinigte Lungenärzte hingen jahrelang mit offenem Mund an Diesel-geschwärzten Auspuffrohren, um festzustellen, dass Abgase Vitamine enthalten und das Leben verschönern? Wir alle schreiben und berichten das völlig ernsthaft ungefiltert in sämtlichen seriösen Medien?

Nein, das ist keine Kritik an den Medien, das wäre zu einfach, es ist ein respektvolles Lob für einen Marketingcoup.

Um ehrlich zu sein, wäre ich Lungenarzt, was würde ich wohl sagen? Dass die Leute zumindest sonntags keine Abgase inhalieren sollen oder gar das Rauchen aufgeben? Womit soll ich denn dann in Zukunft als Doktor Lunge mein Geld verdienen? Woher kommt wohl der Begriff Pneumologie? Ja, vom Pneu, dem Reifen. Hier ist für Ärzte echt noch Luft nach oben.

Was das mit Marketing zu tun hat?

Nun ja, die Sache ist sehr einfach. Für Ferrero, Haribo und Nestlé eröffnen sich völlig neue Kommunikations-Atemwege: Denn Tausende von Zahnärzten kritisieren zu Recht Grenzwerte für Zuckerverbote in Innenstädten. Zahnärzte können nachhaltig beweisen, wie gut Zuckerzusätze sind. Für ihren eigenen Umsatz.

Das Ärztewesen ist damit noch lange nicht ausgereizt: Neurologen können endlich ein Prüfsiegel für Computerspiele entwickeln, die im wahrsten Sinne des Wortes Nerven kitzeln. Gegen ein Tempolimit auf Autobahnen wehren sich namhafte Chirurgen, damit könnten Porsche, BMW und Audi werben. Wenn Tempolimit, dann mindestens 130. Und zwar in geschlossenen Ortschaften – oder Anstalten.

Also, liebe werbungtreibende Zunft, lasst Euch was einfallen. Wir berichten dann darüber! Atemlos. Ohne Filter.

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