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Weihnachtsspot von Peloton löst gewaltigen Shitstorm aus

Der amerikanische Hometrainer-Hersteller Peloton steht aufgrund eines Weihnachtsspots massiv unter Beschuss. Die Kritik in Social Media wirkte sich sogar negativ auf den Aktienkurs des Start-ups aus.

Text: W&V Redaktion

4. Dezember 2019

Peloton löst mit dem Weihnachtsspot "The Gift that gives back" einen enormen Shitstorm in den USA aus.
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"Sexistisch", "dystopisch", "lächerlich" - das US-Start-up Peloton, ein Hersteller von Hometrainern, wird laut BBC derzeit mit Spott und Kritik in den amerikanischen sozialen Medien regelrecht bombadiert. Grund ist ein Weihnachtsspot, der bereits über eine Million Mal auf Youtube angesehen wurde.

Auf den ersten Blick wirkt das Filmchen, das von der in San Francisco ansässigen Kreativagentur Mekanism konzipiert wurde und den Titel "The Gift that gives back" trägt, recht harmlos: Ein Mann schenkt seiner Frau zu Weihnachten einen Heimtrainer von Peloton. Diese nutzt daraufhin in den nächsten Wochen und Monaten das Gerät nicht nur fleißig, sie zeichnet ihre Trainingseinheiten auch noch auf und präsentiert diese ihrem Mann stolz als Vlog - sozusagen als nachträgliches Dankeschön für das Geschenk. "Vor einem Jahr wusste ich noch nicht, wie sehr mich das verändern würde", sagt sie. Doch sehen Sie selbst:

Abgesehen davon, dass man sich fragt, warum eine so offensichtlich fitte und schlanke Frau von ihrem Mann erst mit einem Hometrainer beschenkt werden muss - irgendwann geht einem die Unterwürfigkeit der jungen Gattin doch gehörig auf die Nerven. 

Einige Leute beschwerten sich daher auch, dass es sexistisch von einem Mann sei, seiner Frau zu Weihnachten einen Heimtrainer zu schenken, da er ihr damit durch die Blume deutlich machte, dass sie an Gewicht verlieren sollte. Andere sagten auch, dass die Anzeige eine dystopische Stimmung habe und verglichen sie mit einem Horrorfilm. Eine Verbraucherpsychologin bezeichnete die Kampagne als eine "komplett männliche Fantasy-Werbung".

Die Comedy-Autorin Jess Dweck schrieb beispielsweise auf Twitter:

In einem anderen Account wurde die Kritik sogar als Limerick präsentiert:

Der Spott auf Social Media blieb nicht ohne Folgen für Peloton: So schloss der Aktienkurs des Unternehmens am Dienstag mit einem Minus von fast neun Prozent. Wie weit der Imageschaden für den Hometrainer-Hersteller reicht, wird sich noch zeigen müssen.

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