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Kampagnen-Highlights
Weltfrauentag: Kampagnen werden ausgefeilter

Durch den Trend zum Purpose-Marketing wird der 8. März für Marken wichtiger: Viele machen auf die bestehenden Missstände aufmerksam und beschwören den Zusammenhalt der Frauen.

Text: W&V Redaktion

8. März 2021

Szene aus dem gemeinsamen Frauentags-Spot von Adidas und AboutYou.
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Seit über 100 Jahren gibt es den Weltfrauentag. Sozialistische Organisationen hatten ihn 1911 ins Leben gerufen, um für die Gleichberechtigung zu kämpfen. Im Westen fremdeln zwar nach wie vor viele mit dem Frauentag (Alice Schwarzer fordert dessen Abschaffung), aber für die werbliche Kommunikation von Unternehmen hat der 8. März zuletzt stark an Bedeutung gewonnen. Nicht zuletzt wegen des Trends zum Purpose-Driven-Marketing.

Doch auch hier werden die Strategien immer ausgefeilter. Viele Unternehmen verzichten mittlerweile auf spezielle Frauentags-Kampagnen und rücken stattdessen lieber länger laufende Initiativen in den Vordergrund. Etwa der Modehändler Foot Locker, der mit der Initiative "Behind Her Label" junge Streetwear-Designerinnen fördert. Netflix steckt fünf Millionen Dollar in Ausbildungsprogramme für weibliche Regietalente.

Unter dem Motto #UngeschminkteWahrheit verweist Rossmann in den sozialen Medien auf das Thema "Gewalt gegen Frauen" und unterstützt das entsprechende Hilfetelefon (Agentur: GUD Berlin). L'Oréal macht auf sein Trainingsprogramm "Stand up" gegen Belästigungen in der Öffentlichkeit aufmerksam.

Klar ist: Im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit ist es eine gute Strategie, am 8. März auf das nachhaltige Engagement der Marke für Frauen und den Schutz ihrer Rechte aufmerksam zu machen.

Kampagnen zum Internationalen Frauentag

Adidas/AboutYou:

Adidas und der Modehändler AboutYou rufen gemeinsam zum Female Empowerment auf: Der Auftritt setzt dabei auf der #ShareHerPower-Kampagne aus dem vergangenen Jahr auf. Die drei Protagonistinnen der Frauentags-Kampagne sind DJane Josi Miller, Regisseurin Tsellot Melesse und Visual-Artist Ju Schnee. Entwickelt wurde der Auftritt inhouse. Pünktlich zum Frauentag launcht Adidas außerdem eine eigene "ShareHerPower-Kollektion".

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Onygo:

"Wenn es für 24 Stunden keine Männer auf der Welt gäbe, was würdest du machen?", fragt der Schuh- und Modehändler Onygo die Frauen. Die Antworten zeigen auf eindrucksvolle und beklemmende Art, wie sehr der Alltag von Frauen immer noch von Ungleichheit geprägt ist. Parallel zur Kampagne hat Onygo eine Petition auf den Weg gebracht, den Weltfrauentag in ganz Deutschland zum gesetzlichen Feiertag zu machen (in Berlin ist er es ja bereits).

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Monki:

Laut UN wird sich die globale Kluft zwischen den Geschlechtern in den nächsten 100 Jahren wohl nicht schließen lassen. Das klingt deprimierend. "Wir werden nicht solange warten!", heißt es dazu bei Monki. Das Modelabel startet zum Frauentag die Kampagne "Genauso stark. Genauso smart. Genauso gleichberechtigt". Zusammen mit den Markenbotschafterinnen India YsabelSonya Barlow und Honey Ross heißt dabei das Ziel: "Fast Forward to Gender Equality". Die limitierte Kollektion zum Frauentag stellt das "Salute Sisterhood"-Statement der Marke in den Vordergrund.

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Reebok:

"It's A Man's World" (durchgestrichen) - so lautet das Motto der Reebok-Kampagne zum Internationalen Frauentag. Realisiert wurde sie von dem Berliner Frauen-Kollektiv MadWomen. Dazu bringt die Sportartikelmarke auch noch eine gleichnamige Sneakerkollektion auf den Markt.

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The North Face:

The North Face feiert Frauen, die Grenzen überschreiten und kleine oder große Berge versetzen. Neben der Stimme von Sängerin Jess Glynne stehen dabei die Menschenrechtsanwältin und Läuferin Stephanie Case, Kletterprofi Ashima Shiraishi, die Community "She Runs It" und die Künstlerin und Aktivistin Miramar Muhd im Fokus.

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MyPostcard/Terre des Femmes

In ihrer gemeinsamen Kampagne #iamachampion rufen MyPostcard und Terre des Femmes die Frauen zu Mut und Selbstliebe auf. 25 Frauen erzählen im Kampagnenvideo, was genau sie als Kämpferinnen ausmacht. Für jede versendete Karte spendet MyPostcard den Gewinn an die Frauenrechts-Organisation Terre des Femmes.

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Roxy:

Surf-Ausrüster Roxy feiert den Internationalen Frauentag mit einem ausschließlich von Frauen realisierten Filmprojekt des Kollektivs "Textured Waves". Darin geht es um "Women Of Colour" im Surfsport. Teil der Kampagne ist auch die indigene Australierin Jalaan Slabb. Die gerade mal 16-Jährige stellt hochwertige Surfbretter her und gilt in der internationalen Surfwelt schon heute als Legende.

Die indigene Australierin Jalaan Slabb (16) stellt Surfboards her.

Das Rund (R&)

Die Filmproduktion Das Rund (R&) will mit dem Film "The Alliance: #sheroes" allen Frauen Mut machen, gemeinsam für die Gleichberechtigung in der Welt zu kämpfen.

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Flaconi:

Der Online-Kosmetikhändler Flaconi geht unter dem Motto "Scent of Empowerment" den beflügelnden Eigenschaften von Parfums auf den Grund (Agentur: Profashional, Berlin).

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Foot Locker:

Foot Locker kämpft gegen den Gendergap in der Streetwear-Kultur: Mit seiner Initiative "Behind Her Label" fördert der Modehändler gezielt junge Designerinnen.

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Pinterest:

Bei Pinterest gibt es zum Frauentag eine ganz besondere Ausgabe des Pinterest-Shops: Mit 25 von Frauen geführten Unternehmen und Marken aus den verschiedensten Ländern. Darunter sind Brands wie FANM DJANM aus New York, Paper London aus London oder UndGretel aus Deutschland. Auf dieser Pinnwand werden außerdem noch weitere von Frauen geführte Unternehmen aus Deutschland vorgestellt.

Sony Music/TikTok:

Sony Music veranstaltet am Weltfrauentag zusammen mit TikTok eine Live-Übertragung mit fünf verschiedenen Künstlerinnen (Hashtag: #Songpoetinnen). Eingeladen sind hierbei die Singer- und Songwriterinnen Mathea, Emily Robert, LEEPA, ela. und Esther Graf, die alle mit ihren Performances sowie in der anschließenden Talk-Runde für ein besonderes Live-Erlebnis sorgen sollen.

Livestream mit 5 Künstlerinnen in Kooperation mit TikTok.


Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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