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Logo-Redesign
Weltpremiere zur IAA: VW präsentiert neues Markendesign

Der Autobauer aus Wolfsburg enthüllt sein neues, zweidimensionales Logo, das seit Montag Abend erstmals auf dem Firmendach der Zentrale zu sehen ist. Außerdem bekommt die Marke eine weibliche Stimme und ein Soundlogo.

Text: W&V Redaktion

9. September 2019

Das neue Logo von VW ist auf seine essenziellen Bestandteile reduziert.
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Der Käfer ist tot, auch der Beetle ist runter vom Produktionsfließband: Für Volkswagen wurde es höchste Zeit, sich neu positionieren. Kurz vor der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt hat der Wolfsburger Autobauer sein neues Logo samt Markenauftritt gezeigt - und feiert damit eines der weltweit größten Marken-Rebrandings mit 171 Märkten in 154 Ländern. Die Umstellung soll bis Mitte 2020 abgeschlossen sein.

Zeitgleich mit der optischen Erneuerung stellt Volkswagen den voll elektrischen ID.3 vor und will mit ihm eine neue Ära einläuten. Das Fahrzeug wird in Europa übrigens noch nicht zum Verkauf angeboten.

Zur vernetzten und CO2-neutralen Zukunft zählt auch das neue, leuchtende Logo in flacher 2D-Optik und ein weiterer Blauton, der zusätzliche Farbvarianten ermöglicht. Mit der klaren Gestaltung will das Unternehmen seine Flexibilität unterstreichen und digitale Anwendungen erleichtern. Klaus Bischoff, Volkswagen-Chefdesigner: "Mit dem neuen Brand Design haben wir eine authentische Kommunikationsplattform geschaffen, um die Elektromobilität zu emotionalisieren. Unter dem Motto ‚digital first‘ und ‚ohne Filter‘ zeigen wir das Volkswagen der Zukunft."

Für Jürgen Stackmann, Mitglied des Markenvorstands für Vertrieb, Marketing und After Sales, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um die neue Haltung der Marke nach außen zu zeigen. "Die Marke vollzieht mit der Formulierung neuer inhaltlicher Ansprüche und neuen Produkten einen tiefgreifenden Wandel hin zu einer bilanziell emissionsfreien Zukunft für alle." Das neue Erscheinungsbild gilt sowohl für Volkswagen Pkw als auch Volkswagen Nutzfahrzeuge. 

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Zum ersten Mal erhält VW ein Soundlogo

Der neue Markenauftritt wurde inhouse gestaltet, vor allem mit den Teams aus Design und Marketing. An der Umsetzung innerhalb von neun Monaten waren dann insgesamt 19 interne Teams sowie 17 externe Agenturen beteiligt. Dafür hat VW ein eigenes Power House-Konzept entwickelt (wie es funktioniert, erzählt er hier im W&V-Interview)."Wir haben ein neues weltweit gesamthaftes Markenerlebnis auf allen Kanälen und über alle Touchpoints hinweg geschaffen", sagt CMO Jochen Sengpiehl. Künftig gehe es nicht mehr darum, eine perfekte Werbewelt zu zeigen. "Wir wollen in unserem Auftritt menschlicher und lebendiger werden, die Perspektive des Kunden stärker einnehmen und authentische Geschichten erzählen."

Auch an die neuen Audio-Plattformen hat das Marketing gedacht: Zum ersten Mal erhält VW ein Soundlogo, das die Marke im Fahrzeug und in der Kommunikation künftig  akustisch unverkennbar machen soll. Zeitgemäß mutet auch der Genderwechsel in der  Kommunikation: Nach Jahrzehnten, in denen Volkswagen im Fahrzeug und in der Werbung mit einer männlichen Stimme auftrat, soll in fast allen Märkten eine Frau mit einer warmen, sympathischen und selbstbewussten Stimme für Volkswagen sprechen.

Bestandteil des neuen Markenauftritts sind auch andere Bildwelten, "mutiger und farbenfroher". Es gehe nicht länger um "Perfektionismus bei der Fahrzeugfotografie", sondern um "realistische Situationen, in denen sich die Kunden wiederfinden".

Der internationale Rollout beginnt mit der IAA - dann erstrahlt auch das neue Logo zum ersten Mal auf dem Hochhaus der Unternehmenszentrale in Wolfsburg. Die weltweite Umstellung führt VW dann kostenoptimiert und ressourcenschonend in mehreren Wellen fort. Bei den weltweit mehr als 10.000 Händler- und Servicepartnern werden rund 70.000 Logos ausgetauscht. 

Das gesamte Interview mit Jürgen Stackmann lesen Sie in Ausgabe 9.1 der W&V. Das Printmagazin mit dem Schwerpunkt "Motivation" können Sie hier bestellen.


Autor: Irmela Schwab

ist Autorin bei W&V. Die studierte Germanistin interessiert sich besonders dafür, wie digitale Technologien Marketing und Medien verändern. Dazu reist sie regelmäßig in die USA und ist auf Events wie South by Southwest oder der CES anzutreffen. Zur Entspannung macht sie Yoga und geht an der Isar und in den Bergen spazieren.

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