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Kundenkommunikation zu bestimmten Anlässen
Wenn die Geister rufen: Halloween in Dosen

Viele Marken nutzen mittlerweile auch hierzulande Halloween, um die Verkäufe anzukurbeln. Gruselige Mailings und Social-Media-Aktionen helfen, mit den Kunden zu interagieren. Wichtig sind frühzeitige Planung und gute Dosierung.

Text: W&V Redaktion

30. Oktober 2019

Happy Halloween: Zum Gruselfest gibt es viele Aktionen.
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Wenn Halloween naht, nutzen das viele Werbungtreibende, um ihre Produkte mit einem düsteren Touch zu versehen und Kunden neu anzusprechen. Coca-Cola Österreich beispielsweise arbeitet dafür mit Influencern zusammen, die mit ihren Followern in Dialog treten sollen, um die Fanta-Halloween-Ausgabe zu bewerben. Auf der Plattform TikTok können Fans Videos mit einer der Fanta-Editionen unter dem Hashtag #FantaHalloweenGreetings hochladen und mit der Community teilen. Für die zehn besten Videos gibt es je ein Merchandise-Package.

"Da das Publikum von TikTok genau die Zielgruppe von Fanta ist, sehen wir das als Testprojekt, ob und wie die Community das annimmt", sagt ­Christian Gstöttner in der Presse. Der Geschäftsführer der Agentur Obscura hat das Projekt für Österreich umgesetzt. Zusätzlich können Fanta-Fans den QR-Code auf der Flasche scannen und per Social Media gruselige Grußkarten teilen:

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Coca-Cola Deutschland nutzt Snapchat als Dialogmedium für seine jungen Fans. Mit einem Snapcode auf den Fanta-Getränken im Halloween-Look lassen sich Snapchat-Filter und -Lenses freischalten. Zudem soll es nach Unternehmensangaben verschiedene Kooperationen und ein Kampagnen-Highlight mit bekannten Influencern auf Instagram geben.

Scharfes Halloween-Roulette

Auf Interaktion setzt auch Domino's Pizza in Japan. Dort können Kunden eine feurige Halloween-Pizza bestellen, von der ein Stück mit einer besonders scharfen Chilisauce beträufelt ist. Welches, ist nicht zu erkennen. Und so wird das gemeinsame Pizzaessen zum russischen Roulette. Über Twitter, Instagram und TikTok können Fans ihre Bilder und Videos vom Pizza-Roulette hochladen und haben zusätzlich die Chance auf einen Lotteriegewinn von 20.000 Yen (167,50 Euro).

Fanta und Domino's liefern gute Beispiele, wie Marketer mit Dialogmarketing zu bestimmten Anlässen umgehen können. "Kreativität im Dialogmarketing besteht - wie generell im Marketing - in einer überraschenden und bestenfalls neuartigen Ansprache, die den Kopf und vor allem den Bauch anspricht", sagt Slavisa Gasic, Geschäftsführer der Agentur Servicepro.

Dialogmarketing hat sich inzwischen stark verändert, sagt Gasic. "Die Customer Journey ist heute komplexer geworden und der Kunde erwartet, dass wir ihn dort ansprechen, wo er sich gerade befindet, ganz gleich ob im Netz oder per Brief."

Kostümvorschläge für Eltern

Per E-Mailing nahm Mango Eltern zu Halloween ins Visier. Basierend auf Daten-Insights zeigte der Modehändler unter dem Motto "stay spooky" Kostüme und Kleidung mit Halloween-Motiven für Kinder: von skelettbedruckten Anzügen über Pullover mit Kürbissen bis zu Haarspangen mit Gespenstern und Spinnen.

"Die Herausforderung liegt gerade darin, möglichst Insight-basiert auf die Bedürfnisse des Kunden einzugehen und so echte Relevanz zu erzeugen. Denn nur wer relevant ist, hat eine Chance aus all den Kommunikationsbotschaften, die täglich auf uns einprasseln, herauszustechen", sagt Gasic. Es muss aber gar nicht immer das ausgefallene Mailing sein – auch ein Zielgruppenverständnis freut die Kunden: "Man kann auch überraschen, indem man dem Kunden das Gefühl gibt, ihn gut zu kennen und verstanden zu haben", so der Experte.

Wichtig ist vor allem, die Maßnahmen zu besonderen Anlässen frühzeitig zu planen: Inhalte verständlich aufbereiten, Produktbilder sogfältig auswählen und testen, ob alle Links zur Ziel-URL führen. Zur Vorbereitung gehört auch die Planung der Frequenz.

Sabine Kowalski, Marketing Communications, CleverReach, empfiehlt, es dabei nicht zu übertreiben: "Wenn Sie beispielsweise eine Woche lang jeden Tag neue Angebote zum Black Friday bewerben möchten und dies vorab ankündigen, kann das für den Empfänger dem Anlass entsprechend angemessen sein. Erinnern Sie hingegen jeden Tag den Kunden, dass immer noch der Black Friday Sale in Ihrem Shop stattfindet, wirkt das eher nervtötend und wird zu Abmeldungen statt zu Verkäufen führen." Deswegen sollten auch Kürbisse und Gespenster nur wohl dosiert eingesetzt werden. Man will die Zielgruppe ja überraschen, nicht erschrecken.

Die schaurigsten Orte Deutschlands

Noch nicht zu spät ist es für einen Kurztrip über Halloween. Die Urlaubspiraten empfehlen dafür die zehn gruseligsten Orte Deutschlands. Auf Platz eins das Schloss Köpenick. Dort sollen gleich mehrere Geister ihr Unwesen treiben: Etwa der einer Adeligen, die aufgrund einer Liebesbeziehung mit einem Bürgerlichen lebendig eingemauert wurde. Auf der Schlossbrücke wollen manche Besucher zuweilen ein Seufzen der Verstorbenen hören oder ihren weißen Schleier im Wind wehen sehen. Zudem soll ein schwarzer Geisterhund mit leuchtend roten Augen bereits mehrfach gesichtet worden sein.

Beelitzer Heilstätten: Noch heute kann man angeblich die Schreie der Gepeinigten in den Gängen der Reste des Gemäuers hören.

Platz zwei der schaurigen Orte belegt der Selbstmörderfriedhof in Berlin-Grunewald. Noch heute sollen die Seelen der Verdammten dort des Nachts ihr Unwesen treiben.  Der Unfalltod eines 17-jährigen Mädchens verhilft der Burg Lahnstein zum dritten Platz der deutschen Gruselorte. Weitere Plätze für einen Halloween-Kurztrip sind Burg Wolfsegg, der Starnberger See, die Spandauer Zitadelle, der Brocken, der Hexentanzplatz von Thale, die Beelitzer Heilstätten in Brandenburg und die Hexentreppe im Harz.

Text: Irmela Schwab, Katrin Ried

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