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Kreation
Wenn nackte Porno-Stars an der Haustür klingeln

Die neuseeländische Regierung hat eine TV-Kampagne zum Thema Internetsicherheit für Kinder gestartet. Die Spots kommen ohne Panikmache aus und gehen die Probleme mit trockenem Humor an.

Text: W&V Redaktion

16. Juni 2020

"Ihr Sohn schaut online zu"
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"Hiya, your son’s been watching us online." Mit diesen Worten begrüßen an der Haustür zwei nackte Porno-Darsteller die verblüffte Mutter eines Teenagers. Es ist die Auftaktszene eines weiteren TV-Spots der "Keep it Real Online"-Kampagne der neuseeländischen Regierung zum Thema Internetsicherheit für Kinder und Heranwachsende.

"We usually perform for adults, but your son’s just a kid", sagt die Porno-Darstellerin. "He might not know how relationships actually work."

Kreiert wurden die ungewöhnlichen und auch witzigen Spots von der 2013 gegründeten Agentur Motion Sickness mit Sitz in Auckland. Sie kommen ohne erhobenen Zeigefinger oder Panikmache aus, vielmehr wollen sie Eltern ermuntern, ruhig und gefasst zu bleiben und das Gespräch mit ihren Kindern zu suchen. Denn, so der Grundgedanke, die Eltern sind am besten geeignet, für die Internetsicherheit ihrer Kinder zu sorgen.

Hier der 60-Sekunden-Film zum Thema Internetpornografie:

In der Kampagne werden allerdings auch weitere Problembereiche der Internetnutzung von Heranwachsenden angesprochen. So beispielsweise das Thema Cyberbullying mit der Eingangssequenz "Hi, I‘m Laura. Your daughter calls me Loser Laura":

Ein weiterer Spot greift das Thema "unangemessene Inhalte für Kinder" auf. Hierbei sieht sich ein kleines Mädchen Jagd-Videos an:

Und in dem Spot "Grooming" will ein erwachsener Mann ein junges Mädchen, mit dem er online chattet, zu Hause besuchen:


Autor: Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.

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