Anzeige

Ad Spend Forecast
Werbeausgaben in Deutschland gehen zurück

Print und TV haben das Nachsehen, Mobile und Out of Home legen zu, prognostiziert Dentsu Aegis in der neuesten Untersuchung zu den weltweiten Werbeinvestitionen.

Text: W&V Redaktion

22. Januar 2020

Das Dentsu Aegis Network blickt in die Zukunft.
Anzeige

Was die weltweiten Netto-Werbeausgaben betrifft, könnte 2020 ein erfolgreiches Jahr werden. Dank globaler Großereignisse wie Fußball-EM, Olympische Sommerspiele und US-Präsidentschaftswahl sollen die Spendings um 3,9 Prozent auf 615,4 Milliarden US-Dollar bis zum Jahresende ansteigen. Das prognostiziert das Dentsu Aegis Network in seiner neuen halbjährlichen Studie.

Auf dem deutschen Markt sieht es laut Forecast nicht ganz so rosig aus. Bedingt auch durch den Einfluss eines zu erwarteten zögerlichen BIP-Wachstums und weltpolitische Spannungen rechnet das Network hierzulande mit rückläufigen Netto-Werbeinvestitionen um 1,5 Prozent. Dabei sind vor allem klassische Medien betroffen: Print könnte Einbußen von 8 Prozent (Zeitungen) bzw. 8,5 Prozent(Zeitschriften) hinnehmen müssen, für TV geht man von einer negativen Entwicklung von 4 Prozent aus. Grund: die wachsende Konkurrenz durch Online-Video und Streaming-Anbieter.

Out of Home legt zu

Entsprechend erwarten die Experten, dass die Werbungtreibenden ihre Budgets in digitale Medien verschieben. Online-Video soll zu den stabil wachsenden Marktsegmenten gehören und im Digitalbereich im deutschen Markt einen Marktanteil von rund 9 Prozent erreichen. Der digitale Werbemarkt präsentiert sich insgesamt robust und wachsend. Laut Prognose in 2020 wird Digital bereits 40 Prozent der gesamten Werbeausgaben ausmachen. Begünstigt wird das digitale Wachstum dabei unter anderem durch den Mobile-Sektor. Für das laufende Jahr ist hier
von zweistelligen Zugewinnen (13,7 Prozent) auszugehen. Die Einführung der 5G Technologie könnte dem Mobile-Markt noch einen Schub geben, wobei eher von einem Ausbau der Reichweite als von substanziell neuen Möglichkeiten auszugehen ist. Zuwächse werden auch im Bereich  rogrammatic Advertising erwartet.

Zu den Gewinnern der aktuellen Entwicklungen zählt auch OOH. Hier sind es vor allem neue digitale Möglichkeiten zur personalisierten und datengetriebenen Aussteuerung der Inhalte, die das Wachstum antreiben. Gerade dank digitaler Angebote ist für den gesamten OOH-Markt mit einem Wachstum von 2 Prozent zu rechnen.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.


Autor: Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.

Anzeige