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W&V Data-Analyse
Werbebilanz: Erstmals auf Vorjahresniveau

Kurz vor Weihnachten muss Bilanz gezogen werden. Und die sieht für das leidige Corona-Jahr nicht ganz so düster aus. W&V Data zeigt die jüngsten Werbemarktzahlen – und den teuersten Spot des Jahres.

Text: W&V Redaktion

22. Dezember 2020

W&V Data zieht Bilanz zum Corona-Werbejahr. Einer der Gewinner: Wirkaufendeinauto.de.
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In der jetzt in den W&V Data-Dashboards abrufbaren Bilanz für den Werbemonat November liegen die Werbespendings das erste Mal seit dem Ausbruch der Pandemie exakt auf Vorjahresniveau. Im Oktober hatte der Rückstand noch bei 3,2 Prozent gelegen. Rund 3,9 Milliarden Euro brutto haben die Werbungtreibenden hierzulande im November investiert, in TV, Online, Print, Radio, Out of Home, Direct Mails und Kino.

Kumuliert wurden in diesem Jahr mit einschließlich November rund 30,5 Milliarden Euro brutto an Werbedruck aufgefahren. Damit schrumpft die Differenz zum Vorjahreszeitraum auf noch 5,5 Prozent. Der Oktober hatte hier noch ein Minus von 6,5 Prozent ausgewiesen. Im Gesamtjahr 2020 werden sich die Bruttospendings voraussichtlich auf gut 34 Milliarden Euro summieren.

TV hat die stärkste Performance

Am besten performt hat im November das Fernsehen: Die TV-Sender liegen mit ihren Umsätzen fast neun Prozent über Vorjahr. Corona und Lockdown haben die Bewegtbildnutzung vorangetrieben. Während dennoch viele Werbungtreibende den gestiegenen Bewegtbildkonsum längere Zeit nicht für sich nutzten, wurde die Entwicklung zum Jahresende deutlich goutiert, auch mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft.

Über Vorjahr liegt im November sonst noch Online mit plus 7,6 Prozent. Radio, Aufsteiger im Oktober und auch September, verfehlt mit minus 0,2 Prozent nur sehr knapp das Vorjahresniveau.

Digital-Unternehmen klotzen im Fernsehen

Noch einen Gewinner gibt es 2020: das mit Stand Ende November teuerste Werbemotiv des Jahres. Der Spot kommt von der Online-Plattform Wirkaufendeinauto.de. Das erstmals Anfang August geschaltete Motiv wurde seitdem für rund 39,7 Millionen Euro brutto im TV platziert, wie aus dem aktuellen W&V Data-Ranking der 30 teuersten Motive hervorgeht. Zuvor hatte über mehrere Monate der TV-Spot des Finanzvergleichsportals Smava.de die Pole Position gehalten. Das steht für einen der großen Trends im Werbemarkt: Zu den Big Playern im analogen Werbemedium TV gehören zunehmend Unternehmen, die selbst rein in der digitalen Welt zu Hause sind.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.

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