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Festival in Cannes
Werbebranche: Big Player gründen Brand-Safety-Allianz

Auf dem Festival in Cannes kündigen einige der größten Agenturen, Werbungtreibenden und Medienportale die "Global Alliance for Responsible Media" an.

Text: W&V Redaktion

19. Juni 2019

Mit der "Global Alliance for Responsible Media" sollen das Internet und Online-Werbeumfelder sicherer werden.
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Brand Safety wird ein immer größeres Problem für Werbungtreibende. Wie eine aktuelle Studie von Double Verify zeigt, werden nur 42 Prozent der Displaywerbung in Deutschland gesehen und fast jede zehnte (8,6 Prozent) Online-Werbemöglichkeit ist nicht markensicher.

Werbungtreibende, Agenturen und Werbeplattformen wollen diesen nicht sicheren oder unseriösen Werbeumfeldern den Kampf ansagen. Auf dem Festival in Cannes kündigten sie dafür das Bündnis "Global Alliance for Responsible Media" an. 

Sie wollen Maßnahmen gegen Hassreden, Mobbing und das Verbreiten von Fakenews im Netz entwickeln, sich für den Datenschutz und den verantwortungsvollen Umgang mit Daten einsetzen, Minderjährige vor schädlichen Inhalten schützen und so "das Klima in der digitalen Medienlandschaft signifikant verbessern".

Zu den Gründungsmitgliedern der Allianz gehört das Who-is-Who der Werbebranche. Darunter allerdings auch viele, die selbst wegen Brand-Safety-Problemen in die Kritik geraten sind. 

  • Die fünf größten Mediaagenturgruppen Dentsu, GroupM, IPG, Publicis und Omnicom.
  • Einige der größten Werbetreibenden, etwa Adidas, Bayer, BP, Danone, Diageo, General Mills und GSK Consumer Health, LVMH, Mars, Incorporated, Mastercard, Mondelēz International, NBCUniversal, Nestlé, Procter & Gamble, Shell und Unilever.
  • Die Medienunternehmen und Plattformen Facebook, Google, NBC UniversalTeadsTrust X, Twitter, Unruly und Verizon Media.
  • Auch die Branchenverbände ANA, 4A’s, Interactive Advertising Bureau, ISBAMobile Marketing Association, Coalition for Better Ads, Effie Worldwide und WFA mit ihren lokalen Werbeverbänden

Der Zusammenschluss steht noch ganz am Anfang. Das erste Treffen der Beteiligten soll am Donnerstag der Cannes-Lions-Woche stattfinden, wie Adage berichtet. Im ersten Schritt soll erst einmal eine Arbeitsgruppe gegründet werden, die die nächsten Schritte festlegt, zitiert das Magazin eine Veröffentlichung. 

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