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W&V Data-Analyse
Werbemarkt nur noch elf Prozent unter Vorjahr

Ein Minus der Spendings von 11,6 Prozent gegenüber Vorjahr ist per se nicht prickelig. Aber im Vergleich mit dem miesen Mai lassen die Juni-Zahlen darauf hoffen, dass sich der Werbemarkt wieder einpendelt.

Text: W&V Redaktion

22. Juli 2020

Der Werbemonat-Juni zeigt: Der Abstand zum Vorjahr wird wieder kleiner.
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Im Juni haben die Werbungtreibenden hierzulande rund 2,26 Mrd. Euro brutto investiert in TV & Co. Das untertrifft zwar das Budgetvolumen vom Mai mit rund 2,43 Mrd. Euro, doch wirklich vergleichbar sind die Zahlen nur mit den Vorjahreswerten. Und da sieht es für den Juni deutlich positiver aus als für den Corona-gebeutelten Mai.

Die Juni-Budgets liegen 11,6 Prozent im Rückstand gegenüber dem Juni 2019. In der Mai-Bilanz dagegen stand noch ein Minus von 19,6 Prozent. Der Abstand wird also wieder kleiner und das gibt Hoffnung, dass sich der Werbemarkt langsam, aber kontinuierlich wieder in Richtung Vorjahresniveau einpendelt. Und mitunter sogar besser abschneidet.

Das ist bereits jetzt schon in einigen Branchen der Fall. Kulminiert für das erste Halbjahr 2020 steht zum Beispiel der Bereich Versicherungen für ein Plus der Werbespendings von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das zeigen die Branchen-Rankings auf W&V Data, gestützt auf die Zahlen unseres Partners Nielsen. Mit einem Halbjahreswerbevolumen von rund 285 Mio. Euro brutto bilden die Versicherungsanbieter eines der Top-Werbesegmente. Auch die Werbung für Tiefkühlkost mit einem Budgetgesamttopf von rund 95 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres liegt fast neun Prozent über Vorjahr. Mit die beste Werbeperformance legt das Segment Putz- und Reinigungsmittel hin: Der Bedarf an Hygiene ist durch Corona enorm gestiegen. Die Anbieter haben umgehend reagiert: 11,6 Prozent mehr wurde an Werbung investiert, so dass das Segment im ersten Halbjahr auf 94 Mio. Euro kommt.

Werbung für rund 15 Mrd. Euro geschaltet

Die Gesamtvolumina, die im ersten Halbjahr 2020 in die verschiedenen Medienkanäle flossen, summieren sich, so W&V Data, auf rund 15 Mrd. Euro – ein Minus gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres in Höhe von neun Prozent. TV als das Medium, das weiter mit Abstand den Löwenanteil auf sich verbucht – aktuell kulminiert 6,68 Mrd. Euro – liegt noch 8,4 Prozent unter Vorjahr. Tageszeitungen, mit jetzt 2,13 Mrd. Euro auf Platz zwei, schließen das erste Halbjahr mit zehn Prozent Minus ab. Online, mit 1,74 Mrd. Euro auf dem dritten Platz, ist weiterhin der Erfolgskanal unter den Werbeträgern: hier liegt die Differenz im Halbjahresvergleich nur noch bei einem Prozent minus.

Wie viel Budget im ersten Halbjahr 2020 in die anderen Medien geflossen ist und wie sich die Branchen und ihre Werbungtreibenden im Einzelnen entwickelt haben, können Sie ab sofort in den jeweiligen interaktiven Dashboards auf W&V abrufen.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann vor allem die Themenumfelder in der Printausgabe von W&V, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Zum Verlag W&V kam Christiane 2001, damals wahrscheinlich noch mit Klapphandy. Seitdem verfolgt sie vor allem, wie Medien und Mediennutzung die Gesellschaft verändern.

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