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WWF-Kooperation
Wie Edeka versucht, auf Verpackungen zu verzichten

Mehrwertdosen und smartes Brandings für Obst - Edeka arbeitet an Verpackungsalternativen. Diese Maßnahmen sollen auf das Öko-Image der Kette einzahlen.

Text: W&V Redaktion

1. August 2018

Edeka testet aktuell einheitliche Mehrwegdosen, die bundesweit zum Einsatz kommen könnten.
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Edeka pflegt das Nachhaltigkeitsimage mit etlichen Maßnahmen, um den Verpackungsmüll zu reduzieren. So legt der Händler jetzt mit einem Praxistest los. In einem Pilotmarkt in Büsum haben Kunden die Möglichkeit mit einer Mehrwegdose einzukaufen. Das Unternehmen stellte fest, dass einige Betreiber verschiedener Märkte sich bereits Gedanken über den Plastikberg gemacht haben und mittlerweile ganz verschiedene Lösungen offerieren. Aus diesen Systemen hat Edeka nun ein Konzept entwickelt, das zukünftig breiten Einsatz an den Bedientheken für Wurst und Käse bundesweit finden könnte - und auch die lebensmittelrechtlichen Vorgaben erfüllt. 

Das Prinzip: Der Konsument erhält die Mehrwegdose zusammen mit seiner Ware und bezahlt beides an der Kasse. Beim nächsten Besuch bringt er das Behältnis wieder mit und gibt es über eine Sammelbox in den Mehrwegkreislauf. Die Dosen werden im Markt gereinigt und stehen dann wieder an den Theken bereit – der Kunde kann sie kostenfrei wieder verwenden. Einer der Ideengeber des Modells ist der Markt Edeka Bergmann in Lüneburg.

Die Supermarktkette kooperiert seit dem Jahr 2015 mit der Organisation WWF. Ein Ziel: sinnvolle Alternativen für Plastik & Co. zu finden. Edeka strebt den Verzicht auf Verpackungen an. Lässt sich das nicht realisieren, setzt die Kette auf die Förderung von Mehrweg statt Einweg. 

Ebenso verzichtbar sind für Edeka Etiketten: Aktuell zeigt ein 5-Sekünder auf Facebook wie gelasertes Obst aussieht. Die Marke nennt das "Smart Branding" und spart laut eigenen Angaben "perspektivisch" 50 Tonnen Plastik ein. Der Trick: ein hochauflösender Laser bringt Schrift und Logo auf die Frucht - laut dem Unternehmen ohne Schaden anzurichten.

Doch nicht nur im Markt sind Spuren der WWF-Kooperation zu finden: Aktuell beleben Jung von Matt und Edeka im TV das Panda-Mädchen wieder. Die Botschaft an alle Kunden: Jeder kann etwas tun.

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