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Marketing im Mittelstand
Wie ein Tech-Start-up auf den Markenkern von Edding einzahlt

Der mittelständische Stiftehersteller Edding gründet eine Tochter. Unter dem Namen Edding Tech Solutions stellt sich das Unternehmen zukunftsweisend auf – und bleibt seinem USP dennoch treu.

Text: W&V Redaktion

12. August 2019

Jedes Smartphone kann die unsichtbare Tinte, den Edding-Code, lesen
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Edding, Hersteller von Stiften und Filzmarkern, geht den nächsten Schritt Richtung Zukunft. Der im norddeutschen Ahrensburg sitzende Mittelständler hat in München unter dem Namen Edding Tech Solutions eine Tochter gegründet, die sich – wie der Name sagt – um digitale Anwendungen und neue, digitale Geschäftsfelder kümmern soll.

Im Mittelpunkt stehen derzeit schon zwei neue Produkte: Edding Code, eine Art unsichtbarer QR-Code, der mit jedem beliebigen Mobiltelefon gelesen werden kann, und Edding Compact Printer, ein industrieller Drucker für komplexe Produktionen. Beide Neuheiten stehen ganz in der Tradition der bisherigen Edding-Produkte.

Das Unternehmen setzt bei all seinen Neuerungen stark darauf, seinen bisherigen USP ebenfalls in die neuen Sparten einzubringen. So hat bereits die Nagellack-Linie, die 2017 das Licht der Welt erblickt hatte, mit den Attributen Haltbarkeit, Farbbrillanz und schnelles Trocknen geworben. Und auch die beiden technischen Neuerungen aus München zahlen auf den Markenkern von Edding ein.

Edding will mit dem Edding Code beim Thema Fälschungssicherheit mitmischen

Während das bei den industriellen Druckern naheliegt, geht der unsichtbare QR-Code einen Schritt weiter. Die Funktionsweise der digitalen Erfindung, die vor allem bei den Themen Fälschungssicherheit zum Einsatz kommen soll, aber auch Potenzial im Marketing und auf Werbemitteln hat, erklärt Edding via Youtube-Video:

Sowohl mit den Druckern als auch mit der unsichtbaren Tinte will Edding künftig Businesskunden gewinnen. Laut "Handelsblatt" ist Edding bereits mit ersten Kunden im Gespräch. Hannes Behacker leitet die Edding-Tochter in München. Ein Start-up aus Chemnitz, bei dem Edding inzwischen eingestiegen ist, hat die Technologie der neuen Anwendung entwickelt.

Für Edding ist die Weiterentwicklung lebenswichtig. Der Bedarf nach Filzmarkern schwindet immer mehr, weil viele Schriftsachen nach und nach digital entstehen. Aus diesem Grund hat der 43-jährige Unternehmenschef Per Ledermann bereits vor geraumer Zeit die Devise ausgegeben, das Unternehmen mit seinem USP bei den Themen Farbe, Haltbarkeit und Leuchtkraft neu auszurichten. Und gleichzeitig die Errungenschaften der Vergangenheit, nämlich die starken Markenattribute, beizubehalten. Das gelingt bisher ausnehmend gut.

Nach ersten erfolgreichen Tests mit den Nagellacken und Bastelsprühlacken geht Edding jetzt einen Schritt weiter und nimmt offenbar einiges an Geld in die Hand. Es ist für das Unternehmen der Schritt in die Zukunft. Und der Schritt in die richtige Richtung.

Mehr Infos zum Thema Mittelstand gefällig? Am 24. Oktober spricht Hannes Behacker auf der Mittelstandskonferenz W&V MAKE in Frankfurt am Main. 

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