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Studie von Brinkert Metzelder
Wie Fußballclubs soziale Verantwortung trainieren können

Die Agentur Brinkert Metzelder hat die Clubs der Fußball-Bundesliga auf ihre gesellschaftliche Glaubwürdigkeit getestet. Ergebnis: Manche Vereine haben noch Trainingsbedarf beim Thema soziale Verantwortung.

Text: Anonymous User

16. August 2019

Brinkert-Metzelder-Studie: Schalke verliert beim Umweltschutz.
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Die anhaltende Debatte um die rassistischen Entgleisungen von Schalke-Aufsichtsrat Clemens Tönnies macht es deutlich: Fußballclubs stehen im Licht der Öffentlichkeit. Was ihre Protagonisten sagen und tun, wird von der Gesellschaft kritisch und aufmerksam registriert.

Die passende Studie zum Fall Tönnies hat jetzt die Sportmarketing-Agentur Brinkert Metzelder veröffentlicht. Tenor: Fußball-Vereine müssen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen. Die Clubs sollten das Thema "unternehmerische Gesellschaftsverantwortung" – englisch: "Corporate Social Responsibility (CSR)" – professioneller im Verein verankern, empfehlen die Marketing-Experten.

"Mia san mia" widerspricht Vielfalt

Die Untersuchung der Hamburger Agentur bezieht sich zwar an keiner Stelle auf die Tönnies-Äußerungen und wurde schon früher in Auftrag gegeben. Dennoch lesen sich einige Aussagen wie ein Kommentar zum aktuellen Fall. "CSR muss durch alle Abteilungen eines Vereins aktiv gelebt werden und eine der zentralen Aufgaben der Unternehmensführung werden – und nicht notwendiges Übel, um das sich nur die Marketing-Abteilung kümmern muss", sagt etwa Agenturchef Raphael Brinkert.

Anhand einer Checkliste für glaubwürdiges und erfolgreiches CSR hat Brinkert-Metzelder die Bundesliga-Vereine nach unterschiedlichen Themen analysiert. Dabei schneidet etwa Hertha BSC mit seinem Engagement gegen Homophobie klar besser ab als Rekordmeister Bayern München. Dessen "Mia san mia"-Identität widerspreche dem Vielfalts-Gedanken, finden die Studienautoren.

Schalke 04 attestieren die Marketing-Experten Defizite im Umweltschutz. Agentur-Mitgründer Christoph Metzelder, als Profi übrigens auch einst Spieler beim Revier-Club, sagt: Bei der Studie "geht es nicht darum, anzuprangern, was nicht so gut läuft, sondern darum, wie die positive Kraft des Fußballs auch abseits des Rasens voll entfaltet werden kann".

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