Anzeige

Augmented Reality
Wie kann man AR zu Weihnachten einsetzen

Augmented Reality gibt es schon seit vielen Jahren, doch soll es im Marketing künftig eine immer größere Rolle spielen. Zu dem Schluss kommt eine Studie der Universität der Bundeswehr München. 

Text: W&V Redaktion

19. Dezember 2019

Philipp Rauschnabel forscht an der Universität der Bundeswehr München zum Thema AR.
Anzeige

Produkte virtuell ausprobieren werden oder sich über spezielle Features und Inhalte unterhalten lassen: All das leistet AR. "Augmented Reality ist immer dann besonders gut geeignet, wenn es um persönlich-emotionale Inhalte geht", sagt Philipp Rauschnabel von der Professur für Digitales Marketing und Medieninnovation an der Universität der Bundeswehr München. Weihnachten ist so ein emotionales Thema.

In ihrer diesjährigen Weihnachtsstudie  haben Wissenschaftler der Universität der Bundeswehr München mehrere Use Cases von weihnachtlichen AR-Anwendungen von über 1.000 Konsumenten bewerten lassen. Das Ergebnis: Mit 54,3 Prozent können sich die Hälfte der Befragten vorstellen, mindestens eine der Anwendungen zu nutzen - bei jüngeren Menschen sind es sogar drei von vier Befragten. Dieser Wert, so prognostiziert es die Studie, dürfte in den nächsten Jahren noch deutlich nach oben gehen. 

AR wirkt stressreduzierend

Bisher wird das Potenzial noch selten genutzt. Es gibt nur wenige Unternehmen, die AR in ihre Weihnachtskommunikation einbauen. Wie Target beispielsweise: Die US-Handelskette bietet einen AR-Planer für künstliche Weihnachtsbäume an. Aber auch für Menschen mit echtem Weihnachtsbaum kann eine solche App stressreduzierend wirken. So können Sorte, Höhe und Breite des Baumes schon vorab zuhause am "Point-of-Bescherung" ausprobiert werden und somit unnötiges Sägen und Möbelverrücken vermieden werden.

Spätestens dann, wenn die Datenbrille von Apple auf den Markt kommt, rechnen die Studienmacher mit einem Durchbruch. Schließlich - so das Fazit des Münchner Forscherteams - können Marken signifikant von inspirierenden AR-Erlebnissen profitieren. Markenverantwortliche sollten sich daher schon jetzt damit auseinandersetzen, sie ihre Zielgruppen mit Augmented Reality bedienen können.

W&V stellt sechs interessante Resultate der Studie vor:

  1. Die Weihnachtsgeschichte in AR im eigenen Wohnzimmer würden sich knapp ein Viertel aller Befragten anschauen. Bei den unter 40-jährigen sogar jeder Dritte.
  2. Knapp jeder Vierte wünscht sich einen AR-Weihnachtsbaumplaner, mit dem man verschiedene Weihnachtsbäume vorher virtuell im Wohnzimmer testen kann. Das scheint aber vor allen Dingen für junge Menschen relevant zu sein - mehr als jeder Dritte unter 40 (34,6 Prozent) ist offen dafür, während es bei den Konsumenten ab 40 Jahren weniger als jeder Fünfte ist (18,6 Prozent).
  3. Eine Santa-Selfie-AR App, mit der man Selfies mit sich und einem virtuellen Weihnachtsmann machen kann, würden 22,4 Prozent nutzen.
  4. 21,3 Prozent wünschen sich eine AR X-Mas-Look App, mit der man sich virtuell ein Weihnachts-Outfit anziehen kann und dies zum Beispiel an Freunde verschicken kann. Auch diese App stößt bei den unter 40-jährigen auf deutlich mehr Begeisterung: 31,8 Prozent unter ihnen würden solche eine App nutzen, wohingegen es bei den älteren nur 16,5 Prozent sind.
  5. Den Stern von Bethlehem mit AR an die Decke zu projizieren, können sich immerhin 20,6 Prozent aller Befragten vorstellen.
  6. Ein AR Geschenkeplaner, der einem für vorhandene Geschenke eine passende Verpackung virtuell vorschlägt, würde bei 19,9 Prozent auf Interesse stoßen.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Anzeige