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E-Commerce
Wie L'Oréal das Beauty-Business revolutionieren will

Wie der französische Kosmetikkonzern L'Oréal die digitale Transformation angeht - und warum Digital Detox ein Teil davon ist, erklärte E-Commerce-Chef Tim Baert im Zuge der Commerce Week 2021.

Text: W&V Redaktion

9. März 2021

L'Oréal setzt verstärkt auf Data und AI, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.
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Die Corona-Krise hat auch beim französischen Beauty-Giganten L'Oréal die digitale Transformation beschleunigt. Machte 2019 das E-Commerce-Geschäft noch 16 Prozent des Umsatzes aus, stieg dieser Anteil im Jahr 2020 auf 27 Prozent. "E-Commerce ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesamtstrategie zur Abmilderung der Krise", sagte Tim Baert, General Manager E-Commerce DE/AT in seiner Keynote im Rahmen der Commerce Week 2021. "Wir setzen unter anderem verstärkt auf Social und Live Shopping und investieren in den Aufbau einer Dateninfrastruktur. Dies ermöglicht es uns, für die Verbraucher relevanter zu sein und die Verbindung zu unseren Kunden zu intensivieren."

"Dienstleistungen sind die neuen Produkte"

Der Beauty-Gigant plane in Zukunft, 80 Prozent der Kunden-Touchpoints online zu setzen. Um dieses Ziel umsetzen, hat das Unternehmen sogenannte Website Factories, E-Commerce Factories, Content Factories und Data Factories ins Leben gerufen, die die digitale Produktion skalieren und die Geschäftsleistung optimieren sollen.

"Wir nutzen Data und AI, um die Kundenerfahrung zu verbessern, neue servicebasierte Geschäftsmodelle zu entwickeln, Empfehlungen zu personalisieren und bestimmte Prozesse, wie beispielsweise Media Buying oder Forecasting, zu optimieren", so Baert. "Wir glauben, dass es darum gehen wird, das Schönheitsgeschäft durch Dienstleistungen, wie das virtuelle Testen einer Haarfarbe oder von Make-up-Anprobe sowie Hautdiagnosen mittels KI/AR, neu zu erfinden. Dienstleistungen sind jetzt die neuen Produkte."

"Wenn man on- und offline interessante Erfahrungen bietet, kann man als Marke gewinnen"

Und was bringt die Zukunft? "Digital Detox - viele Kunden sehnen sich danach, es ist die zweite Phase der Transformation. Vertrauen und Aufmerksamkeit werden die beiden größten Währungen für die digitale Welt sein", so Baert. "Wir wollen Vertrauen schaffen, indem wir den Menschen in den Mittelpunkt des Marketings stellen. Wir wollen eine Plattform sein, die Communities und Menschen eine Stimme gibt. Nur wenn man Erlebnisse schafft, an die sich Kunden erinnern, und wenn man on- und offline interessante Erfahrungen bietet, kann man als Marke gewinnen."

 

Diese drei Learnings hat L'Oréal auf dem Weg zur Digital-First-Company gezogen:

1. Die großen globalen Marken können immer noch gewinnen - wenn sie sich selbst neu erfinden.

2. Nicht den falschen Kampf kämpfen und auf das Ziel fokussiert bleiben.

3. Nicht nur auf den allgemeinen Buzz hören – und stets härter arbeiten.

Vom 08. bis zum 12. März 2021 diskutieren auf der Commerce Week Handels-Experten, die (digitale) Kommunikationsbranche, Online-Service-Anbieter und Unternehmen Lösungen und Themen entlang der Wertschöpfungskette des Handels - von der IT-Infrastruktur über die Produktentwicklung, das Marketing und bis hin zu den Bereichen Transaktion und Distribution.

Noch schnell teilnehmen? Die Tickets sind kostenlos - hier geht es direkt zur Anmeldung.


Autor: Alessa Kästner

ist Absolventin der Burda Journalistenschule und volontierte beim Playboy. Die gebürtige Münchnerin schrieb für Magazine wie ELLE, Focus oder Freundin und schnupperte im Anschluss noch ein wenig Agenturluft bei Fischer Appelt. Ihre Kernthemen als W&V-Redakteurin: Digital Lifestyle, New Work und Social Media.

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