Anzeige

Welect-Studie
Wie selbstbestimmter Werbekonsum funktioniert

Beim sogenannten "selbstbestimmten Werbekonsum" entscheiden die User darüber, welchen Spot aus einer Auswahl von Spots unterschiedlicher Marken sie anschauen wollen. Eine Studie beleuchtet die Funktionsweise.

Text: W&V Redaktion

27. Januar 2021

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sowohl das Produkt- als auch das Kaufinteresse in Zusammenhang mit der selbstbestimmten Spot-Auswahl stehen.
Anzeige

Das Adtech-Unternehmen Welect ist ein Anbieter für so genannten "selbstbestimmten Werbekonsum". Dabei entscheiden die Nutzer selbst darüber, von welcher Marke sie einen Werbespot sehen möchten. Diese Art von Werbung kommt deshalb ganz ohne Cookies aus.

Aber kann das wirklich funktionieren?

Das hat das Düsseldorfer Unternehmen jetzt mit Hilfe einer repräsentativen Online-Befragung (1500 Teilnehmer) in Zusammenarbeit mit M-Science (GroupM) genauer untersuchen lassen. Die Studie trägt den Titel "Campaign Zero - Null Cookies".

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Untersuchung sind:

Produktinteresse ausschlaggebend

Persönliches Interesse am beworbenen Produkt ist einer der am häufigsten genannten Gründe für die Spot-Auswahl, das gilt sowohl bei ungestützter (Platz 1) als auch bei gestützter Abfrage (Platz 3). User, die sich für eine Autokampagne entschieden haben, haben 89 Prozent mehr Interesse an Autos als solche, die sich für eine Smartwatch-Kampagne entschieden haben.

Die Befragten wählten zudem gezielt Spots aus, die zu ihrem Kaufinteresse passen und weisen dabei eine stärkere Kaufabsicht für Produkte der im Spot beworbenen Marken oder ihrer Wettbewerber auf. 40 Prozent der Nutzer:innen, die einen Auto-Spot ausgewählt haben, sind daran interessiert, Produkte aus diesem Bereich zu kaufen.

Darüber hinaus wurde auch eine Kampagne für ein Hybrid-Fahrzeug untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die Befragten, die sich für diese Kampagne entschieden haben, ein verstärktes Interesse an Umwelt (68 Prozent), Nachhaltigkeit (62 Prozent) und Mobilität (52 Prozent) und häufig auch ein konkretes Kaufinteresse an Elektrofahrzeugen (35 Prozent) haben, welches deutlich über dem Durchschnitt aller Probanden liegt.

Offenheit für weiterführende Aktivitäten

Fast ein Drittel der befragten Personen, die sich für einen Auto-Spot entschieden haben, würde Informationen zu Angeboten der Marke suchen (30 Prozent), die Website der Marke besuchen (29 Prozent) und/oder ein Produkt der Marke kaufen (28 Prozent).

Erinnerung an nicht ausgewählte Marken

Bei der Werbeform wird nicht nur die im ausgewählten Spot beworbene Marke gut im Gedächtnis behalten, sondern auch andere Marken aus der vorher angebotenen Spotauswahl: 64 Prozent benennen mindestens zwei der gezeigten Marken im Nachhinein korrekt.

Großes Interesse an der Werbeform

Das Prinzip des selbstbestimmten Werbekonsums gefällt der deutlichen Mehrheit der Befragten (72 Prozent), sogar den Adblocker-Nutzern (68 Prozent) und denjenigen, die Online-Werbung generell als eher störend empfinden (67 Prozent).


Autor: W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.

Anzeige