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Marketing-Strategie
Wie Tiffany-Chef Bogliolo die Marke verjüngen will

Aus seiner Zeit bei Diesel weiß Alessandro Bogliolo, wie man die heutige Generation anspricht. Diese Erfahrung will er jetzt bei Tiffany nutzen.

Text: Anonymous User

8. Februar 2019

Schauspielerin Ella Fanning im Tiffany-Spot.
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Der neue Chef von Tiffany, Alessandro Bogliolo, will den zweitgrößten Juwelier der Welt verjüngen. "Das Tiffany-Erbe ist wunderschön, und ich muss es respektieren. Aber wir müssen es relevant für die heutigen Generationen machen", sagte der 53-Jährige, der zuvor für Bulgari und Diesel arbeitete, dem Handelsblatt. Seine Erfahrung mit eher ungewöhnlicheren Marketing-Techniken, die er bei der Jeansmarke Diesel sammelte, will er nun für Tiffany nutzen. 

Man dürfe nicht mehr die Sprache der 50er Jahre sprechen, so Bogliolo. Früher sei die immer gleiche Nachricht gewesen, dass ein Mann seiner Frau einen Diamantring überreichen müsse, bevor es im weißen Kleid zum Altar gehe. Doch diese Botschaft reiche nicht mehr. Viele würden gar nicht mehr in Weiß heiraten und viele Paare bestünden nicht einmal mehr aus Mann und Frau. Auch die Zielgruppe von Tiffany habe sich gewandelt. Kauften früher eher die Männer den Schmuck für ihre Partnerinnen, so sind heute Frauen die Mehrheit der Käufer bei Tiffany. 

"Ich will den Ring vom Symbol der Heirat zum Symbol der Liebe ausweiten", so Bogliolo im Handelsblatt-Interview. "Das ist ein Zeichen der Modernisierung, die mir vorschwebt." Darüber hinaus wurde der "Moonriver"-Song aus "Frühstück bei Tiffany" durch den Rap-Sänger A$AP Ferg neu aufgenommen und die Schauspielerin Elle Fanning als neues Testimonial gewonnen. Künftig soll auch stärker kommuniziert werden, dass Tiffany nicht nur an der 5th Avenue in New York präsent ist, sondern auch weltweit. 

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