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Ethikkodex
Zalando will stärker gegen Rassismus vorgehen

Der Modehändler Zalando verstärkt sein Vorgehen gegen Rassismus im Unternehmen. Die mehr als 13 000 Mitarbeiter sind aufgerufen, jeglichen Verstoß gegen den konzerneigenen Ethikkodex zu melden.

Text: W&V Redaktion

20. August 2020

Der Zalando-Vorstand: David Schröde. Jim Freeman, Rubin Ritte, Robert Gent, David Schneider (v.l.)
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"Rassismus hat bei Zalando keinen Platz", hob Mitgründer Robert Gentz am Donnerstag hervor. Der Berliner Online-Händler hatte Vorwürfe eines früheren Mitarbeiters durch eine Anwaltskanzlei untersuchen lassen. Sie ging zum Beispiel der Frage nach, ob in den Studios Bilder schwarzer Models aus rassistischen Motiven retuschiert wurden. "Die Untersuchung hat die Kernvorwürfe nicht bestätigt", teilte Zalando mit. Folglich sehe man von disziplinarischen Maßnahmen ab.

Allerdings habe es Einzelfälle gegeben, in den Mitarbeiter "diskriminierende oder unsensible Sprache" verwendet hätten. Hinzu kämen sechs Fälle sogenannter Mikroagression - Kommentare oder Handlungen, durch die unterschwellig oder unbeabsichtigt Vorurteile zum Ausdruck kommen.

Ein umfassender Maßnahmenkatalog sieht nun unter anderem vor, dass alle Mitarbeiter Anti-Diskriminierungs- und Kommunikationstrainings belegen. Es soll auch Sprach-Leitfäden geben. Zalando will außerdem stärker in Marken investieren, deren Gründer unterrepräsentierten Gruppen angehören.

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