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Boom bei Digitalabos
10 Prozent plus: Wo die Zeit Verlagsgruppe wächst

Die Zeit-Familie legt beim Umsatz erneut zu – die Gründe dafür liegen unter anderem bei Digitalabos und im Paid-Content-Modell Z+.

Text: W&V Redaktion

7. März 2019

Z+: eine Strategie geht auf.
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Die Investments der vergangenen Jahre in Paid Content und neue Abomodelle zahlt sich für die Zeit Verlagsgruppe aus. Die Hamburger haben ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um zehn Prozent auf 220 Millionen Euro gesteigert. Besonders stark sei das Digital-Geschäft gewachsen, teilt das Medienunternehmen am Donnerstag mit.

Der Online-Vertriebsumsatz steigerte sich demnach 2018 um 29 Prozent auf 9 Millionen Euro. Die Zahl der Digitalabonnements legte im vierten Quartal auf 105.000 Exemplare zu – ein sattes Plus von rund 25.000 gegenüber dem Vorjahr. Etwa 30 Prozent der Digitalabonnenten gewinnt der Verlag über das 2017 eingeführte Paid-Content-Angebot "Z+".

Auch bei der gedruckten Ausgabe der Wochenzeitung geht es bergauf, wenn auch auf niedrigerem Niveau: So stieg die Zahl dieser Abos im gleichen Zeitraum auf 348.217 Exemplare, rund 4000 mehr als im Vorjahr. Die Gesamtauflage der gedruckten Zeit lag bei rund 500.000 Exemplaren.

Auch die Sales-Erlöse stimmen

Den Angaben zufolge blieb der Anzeigenumsatz der Zeit-Familie mit 66 Millionen Euro stabil. "Unsere herausragende Position im Anzeigenmarkt liegt auch in unserem Reichweitenwachstum begründet", betont Verlagsgeschäftsführer Rainer Esser. Laut der jüngsten Print-MA sei die Zahl der Leser um 20 Prozent auf 1,8 Millionen gewachsen. Für Werbekunden sei die Währung Zeit damit noch wertvoller geworden.

Beim Umsatz ist der Zeit Verlag weiter auf kontinuierlichem Wachstumskurs. 2017 gab es ein Plus um drei Prozent auf 201 Millionen Euro, 2016 legte die Verlagsgruppe um sieben Prozent auf 195,4 Millionen Euro zu. Angaben zu Gewinnen macht das Unternehmen indes nicht.

ps/mit dpa

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