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Vaunet-Prognose
13 Milliarden Euro Umsatz für audiovisuelle Medien

Der Verband Privater Medien e.V. Vaunet prognostiziert ein Umsatzplus von 579 Millionen Euro für die audiovisuellen Medien in Deutschland 2019. Dank Werbung - und dank Paid Content.

Text: W&V Redaktion

22. Oktober 2019

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Es geht um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz der Radio-, Audio-, TV- und Bewegtbildangebote in Deutschland: Und die, stellt Vaunet fest, nehme weiter zu. Der Branchenverband privater Medien hat in der "Prognose zum Medienmarkt 2019" ermittelt, dass sie Umsätze der audiovisuellen Medien 2019 voraussichtlich die 13-Milliarden-Euro knacken werden. Vaunet prognostiziert für das Jahr ein Umsatzplus von 4,7 Prozent, das sind 579 Millionen Euro. Diese Zahlen beziehen sich auf die wirtschaftliche Leistung aller linearen und als Abrufdienste verbreiteten Bewegtbild- und Audioangebote. Im Vorjahr waren die Umsätze der Branche bereits um 815 Millionen Euro (plus 7 Prozent) auf 12,44 Milliarden Euro gestiegen.

Vorstandsvorsitzender Hans Demmel sagt, die positive Umsatzentwicklung zeige "eindrucksvoll die gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Relevanz dieser Branche". Sie habe sich damit als eine Schlüsselindustrie etabliert.

Werbeerlöse bei Audio und Video

Für die Audiowerbung (linear und nonlinear) rechnet Vaunet 2019 mit einem Netto-Umsatzwachstum von 3,6 Prozent auf den neuen Höchstwert von rund 864 Millionen Euro (Vorjahreswachstum: plus 2,6 Prozent). Dabei wird für die Radiowerbung im Gesamtmarkt privater und öffentlich-rechtlicher Angebote ein Wachstum von 2 Prozent auf rund 805 Millionen Euro erwartet (Vorjahr: plus 0,6 Prozent). Bei der Instream-Audiowerbung wird, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau, ein Umsatzwachstum von 30 Prozent auf rund 59 Millionen Euro prognostiziert (Vorjahr: plus 55 Prozent).

Für die Bewegtbildwerbung (linear und nonlinear) erwartet Vaunet 2019 ein Nettowachstum von ca. 2 Prozent auf 5,24 Milliarden Euro (Vorjahr: plus 1,3 Prozent). Dabei wird für die Fernsehwerbung mit einem leichten Rückgang von minus 1,0 Prozent auf 4,49 Milliarden Euro gerechnet (Vorjahr: minus 1,2 Prozent). Für den Bereich der Instream-Videowerbung wird ein Anstieg um 25 Prozent auf rund 750 Millionen Euro prognostiziert (Vorjahr: plus 25 Prozent).

Erlösentwicklung der audiovisuellen Medien.

Damit erreichen die audiovisuellen Werbeumsätze in Deutschland 2019 erstmalig den Rekordwert von 6,1 Milliarden Euro.

Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung und für den Bereich Markt- und Geschäftsentwicklung im Vaunet verantwortlich: "Treiber des Wachstums der audiovisuellen Medienbranche in Deutschland sind insbesondere Streaming- und interaktive Angebote. Ihre Erlöse wachsen sowohl im Werbe- wie auch Pay-Markt besonders dynamisch. Diese Entwicklung zeigt die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit der Branche."

Paid mit einem Plus von 9,4 Prozent

Die Paid-AV-Content-Umsätze werden zum Jahresende voraussichtlich um 9,4 Prozent auf rund 4,81 Milliarden Euro ansteigen (Vorjahr: plus 17,2 Prozent). Das Segment Pay-TV ist hier das umsatzstärkste mit einem Umsatzwachstum von erneut rund 4 Prozent auf 2,39 Milliarden Euro. Paid-Video-on-Demand wächst voraussichtlich um 20 Prozent auf rund 1,44 Milliarden Euro (2018: plus 50 Prozent), die Abruferlöse aus Audioangeboten um 9 Prozent auf rund 978 Millionen Euro (2018: plus 21 Prozent). Auch das Teleshopping wächst weiter: Hier rechnet Vaunet mit einem Umsatzwachstum von 1,5 Prozent auf rund 2,10 Milliarden Euro (Vorjahr: plus 4,1 Prozent).

Umsätze der AV-Medien in Deutschland 2019.

 

Unter Vaunet – Verband Privater Medien e.V. firmiert seit dem 21. Mai 2018 der vormalige VPRT (Verband Privater Rundfunk und Telemedien) mit Sitz in Berlin und einem Büro in Brüssel. Zu den Geschäftsfeldern der rund 150 Mitglieder gehören TV-, Radio-, Web- und Streamingangebote. Die Verbandsarbeit richtet sich an der konvergenten Entwicklung der Märkte für audiovisuelle Medien aus. Der Wirtschaftsverband hat zum Ziel, Akzeptanz für die politischen und wirtschaftlichen Anliegen der audiovisuellen Medien zu schaffen sowie die gesellschaftspolitische und kulturelle Bedeutung der Branche im digitalen Zeitalter ins Bewusstsein zu rücken.

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