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Studie
Abo-Preise der US-Zeitungen enorm gestiegen

Der Durchschnittspreis für ein Jahres-Vollabonnement von Print-Ausgaben liegt mittlerweile bei über 500 Dollar. Fast 300 Dollar mehr als noch 2008.

Text: W&V Redaktion

29. Januar 2019

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Mehr als verdoppelt haben sich im Zeitraum von 2008 bis 2016 die Preise für ein Print-Vollabonnement von US-Zeitungen auf nun durchschnittlich 510 Dollar im Jahr. Das ist ein Anstieg um 293 Dollar. Der durchschnittliche Copypreis einer einzelnen Ausgabe beim Kauf am Kiosk hat sich in diesem Zeitraum sogar verdreifacht.

Dies geht aus der Studie "Charging More and Wondering Why Readership Declined?" (kostenpflichtig) hervor, die jetzt in der akademischen Zeitschrift Journalism Studies veröffentlicht wurde. Die Studienautoren hatten dafür die Preisentwicklung bei 25 großen amerikanischen Zeitungen untersucht.

Die saftigste Preissteigerung wurde dabei bei der Los Angeles Times registriert. Während das Print-Vollabonnement 2008 lediglich 104 Dollar für das Gesamtjahr kostete, waren es 2016 bereits 520 Dollar – eine Versechsfachung in dem eigentlich überschaubaren Zeitraum. Um nahezu das Fünffache stieg der Abo-Preis der New York Daily News – von 80 auf 390 Dollar.

New York Times ist die teuerste Abo-Zeitung

Der teuerste Titel der untersuchten 25 Zeitungen ist die New York Times, bei der das Print-Jahresabo im letzten Jahr des Untersuchungszeitraums 978 Dollar kostete, 2008 waren es allerdings auch schon 530 Dollar.

Um mehr als das Dreifache stieg der Preis der New Yorker Newsday – von 260 auf happige 831 Dollar. Der Boston Globe kostete 2016 746 Dollar (2008: 403 Dollar), die Chicago Tribune 727 Dollar (2008: 234 Dollar).

Deutlich günstiger ist dagegen die Washington Post, deren Print-Jahresabo 2016 bei 559 Dollar lag. Aber auch dies ist eine Verdreifachung gegenüber den 187 Dollar, die das Blatt noch 2008 kostete. Nahezu gleichauf liegt das Wall Street Journal mit 525 Dollar (2008: 249 Dollar).

Eine ausführliche und auch kritische Besprechung der Studie mit Tabellen und längeren Zitaten findet sich auf der Website des Nieman Lab der Nieman Foundation for Journalism an der Harvard University.

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