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Ende einer Ära
Abschied von Jogi: Twitter-Nutzer ärgern sich über RTL

Mit der offiziellen Verabschiedung von Jogi Löw als DFB-Bundestrainer ging nach 15 Jahren eine Ära zu Ende. Doch ein würdiger Rahmen sieht anders aus. Da sind sich ausnahmsweise auch seine Fans auf Twitter einig.

Text: W&V Redaktion

12. November 2021

Die Abschiedszeremonie für Joachim Löw geriet ein wenig trist
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Rund 26.000 Zuschauer zollten Jogi Löw in der ausverkauften VW-Arena in Wolfsburg vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein mit lautem Applaus und "Jogi, Jogi"-Rufen Respekt. Mehrere Ex-Nationalspieler wie Lukas Podolski, Miroslav Klose, Per Mertesacker und Mats Hummels standen für den Ex-Bundetrainer Spalier. Der 61-Jährige zeigte sich gerührt. Von einer großen feierlichen Zeremonie war die Verabschiedung Löws allerdings weit entfernt, von einem "Abgang durch die Hintertür" ist in Medienberichten die Rede.

So erhielt Löw vor dem Anpfiff der Partie von DFB-Interimspräsident Peter Peters die obligatorische Urkunde in einem Bilderrahmen, sagte ein paar Worte ins RTL-Mikrofon über langsam zurückkehrende Trainerambitionen, auf der Video-Leinwand liefen besondere Szenen, der Stadionsprecher rief dreimal "Danke, Jogi", dann ging das Spiel auch schon los. 

Kritik in den sozialen Netzwerken

Doch vielen Fans war das nicht genug: Auf Twitter herrschte ungewohnte Einigkeit darüber, dass die recht kurz ausgefallene Verabschiedung Löw nicht den nötigen Respekt und Wertschätzung entgegengebracht habe:

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Es wird auch darüber gemutmaßt, dass eine standesgemäße Abschiedsfeier für Jogi Löw bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern sicherlich würdevoller ausgefallen wäre:

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Und auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird kritisiert:

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9:0: Tor- statt Abschiedsparty

Jogi Löws ehemaligen Schützlinge boten ihrem Ex-Coach immerhin ein torreiches Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein, das die deutsche Nationalelf mit 9:0 für sich entschied.

Löw selbst wandte sich in einem offenen Brief auf der DFB-Homepage an seine Fans und frühere Wegbegleiter. "Es war eine fantastische Zeit, für die ich unendlich dankbar bin, es gibt nichts Größeres und Schöneres als im Sport sein Land vertreten zu dürfen. Wir haben nach Siegen zusammen gejubelt und haben uns nach Enttäuschungen und Niederlagen aufgebaut und getröstet. Und gemeinsam sind wir angekommen, wo wir immer hinwollten, wovon wir immer geträumt haben: Gemeinsam sind wir Weltmeister geworden."


Autor: Hannah Klaiber

Hannah Klaiber führt seit 2011 die Schmier & Fink UG in München und Berlin, die seit jeher auf das "Star Wars"-Motto setzt: "Do… or do not. There is no try." Bevor sie sich mit ihrer Redaktionsagentur den größten beruflichen Traum erfüllt hat, tobte sie sich unter anderem als Head of Entertainment Department beim Condé Nast-Verlag aus. Dafür, dass es auch in ihrer Freizeit nie langweilig wird, sorgen ihre zwei Hunde Lumi und Averell genauso wie ihre Arbeit als ehrenamtliche Sanitäterin.

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