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Leistungswerte Zeitungen/Zeitschriften
AGMA-Zahlen: Gesamtreichweite der Print-Titel sinkt

Bei den Tageszeitungen sinkt die Gesamtreichweite von 57,9 auf 55,8 Prozent. Bei den Zeitschriften geht sie ebenfalls leicht zurück - von zuletzt 88,2 Prozent auf jetzt 86,9 Prozent.

Text: W&V Redaktion

14. August 2018

Die Gesamtreichweite der deutschen Print-Titel ist weiter rückläufig.
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55,8 Prozent der über 14-Jährigen in Deutschland lesen täglich Zeitungen. Damit erreichen die Zeitungen insgesamt 39,3 Millionen Leser - gegenüber 40,6 Millionen im Vorjahr. Regionale Abozeitungen werden von 31,7 Millionen Menschen gelesen (45 Prozent der Bevölkerung), gefolgt von Kaufzeitungen mit 10,5 Millionen und überregionalen Titeln mit 3,1 Millionen Lesern. Über alle Zeitungen hinweg hat der Anteil der jungen Leser (14- bis 29-Jährige) binnen Jahresfrist abgenommen: von 32,7 Prozent im vergangenen Jahr auf nunmehr 30 Prozent.

An diesem Dienstag hat die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AGMA) die aktuellen Reichweitenzahlen der Print-Titel veröffentlicht. Demnach werden Publikumszeitschriften in Deutschland von 86,9 Prozent der Bevölkerung gelesen. Die derzeit ausgewiesenen Titel erreichen pro Erscheinungsintervall 61,2 Millionen Leser. Die Gesamtreichweite aller Zeitschriften sank damit leicht gegenüber der letzten Veröffentlichung, als sie noch bei 88,2 Prozent bzw. 61,8 Millionen Lesern gelegen hatte.

Nach wie vor sind Programmzeitschriften das reichweitenstärkste Segment (62,6 Prozent), gefolgt von "Aktuelle Zeitschriften/Magazine zum Zeitgeschehen" (42,1 Prozent), Motorpresse (26,1 Prozent) und den wöchentlichen Frauenzeitschriften mit 25,4 Prozent.

Zu den größten Verlierern der aktuellen Erhebungswelle gehören die Münchner "Abendzeitung", die "Morgenpost für Sachsen" und die "Siegener Zeitung", die je fast 25 Prozent an Reichweite einbüßten. Am deutlichsten zulegen konnten der "Tagesspiegel", die "Dresdner Neueste Nachrichten" und der "Südkurier" mit einem jeweiligen Plus von fast 20 Prozent. Die "Bild" verlor vier Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Die "Süddeutsche Zeitung" legte um ein Prozent, das "Handelsblatt" um sieben Prozent zu.

Bei den Wochenzeitungen erzielte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ein Reichweitenplus von 29 Prozent. "Der Spiegel" büßte drei Prozent an Lesern ein, der "Focus" vier Prozent. Die Wochenzeitung "Die Zeit" konnte um zehn Prozent zulegen.

Bei den Zeitschriften gewann "Women's Health" satte 30 Prozent neue Leser hinzu. "Bild + Funk" und "Jolie" konnten jeweils um 17 Prozent zulegen. Dagegen verlor "Die neue Frau" 27 Prozent an Reichweite. "Grazia" büßte 22 Prozent ein.

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