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Übernahmeverhandlungen
Amazon liebäugelt mit MGM-Filmstudios

Jeff Bezos flirtet mit James Bond: Der E-Commerce-Riese hat Interesse an den Metro-Goldwyn-Mayer-Filmstudios. Der Verhandlungspreis soll bei neun Milliarden US-Dollar liegen - Peanuts für den Amazon-Chef.

Text: W&V Redaktion

18. Mai 2021

Das MGM-Portfolio könnte bald unter das Dach von Amazon Prime wandern
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Im zunehmend harten Wettbewerb der Streaming-Dienste zieht Amazon für seine Plattform Prime Video ein neues Ass aus dem Ärmel. Wie verschiedene Medien, darunter die Financial Times, The Information und Variety übereinstimmend berichten, will der Online-Händler die Metro-Goldwyn-Mayer-Filmstudios (MGM) übernehmen. Der Preis soll bei rund neun Milliarden US-Dollar liegen.

Erst Anfang dieser Woche sorgte der US-Telekommunikationsriese AT&T mit der Meldung für Schlagzeilen, die Mediensparte Warner Media (CNN, HBO, Warner Bros.) mit dem Angebot des Rivalen Discovery zu verschmelzen, um das Streaming-Angebot zu stärken. In Europa wollen die französischen Fernsehfirmen M6 und TF1 zusammengehen. 

MGM ist eines der wenigen noch nicht von einem Großkonzern geschluckten Hollywood-Filmstudios. Die Konkurrenz von Warner Bros. gehört noch zu AT&T, Fox zum Unterhaltungsriesen Disney, Universal zum Kabelkonzern Comcast, und Paramount zum Medienkonzern ViacomCBS. Größter Anteilseigner von MGM ist der Hedgefonds Anchorage Capital, der nach der Finanzkrise ab 2010 in die strauchelnden MGM-Studios investierte.

Filmbranche leidet unter geschlossenen Kinos

MGM hat wie der Rest der Branche in der Pandemie unter geschlossenen Kinos zu leiden, der Start der Blockbuster-Hoffnung "No Time to Die" aus der James-Bond-Reihe musste bereits mehrfach verschoben werden. Dagegen boomt mit fehlenden Ausgehmöglichkeiten in Nordamerika und Europa das Video-Streaming zu Hause.

Die Streaming-Konzerne investieren mittlerweile neben dem Ankauf von Lizenzen auch viel Geld in eigene Produktionen, um das Angebot auszuweiten. Amazon etwa schraubte die Ausgaben für Produktion und Lizenzen von Video- und Musikinhalten vergangenes Jahr von 7,8 auf 11 Milliarden US-Dollar hoch. MGM bietet neben Filmen auch in kleinerem Stile Serien an.

Vergangenes Jahr soll der Streaming-Platzhirsch Netflix auch Interesse daran gezeigt haben, die Exklusivrechte für den neuen James-Bond-Kinofilm aus den MGM-Studios zu kaufen. Dem Streaming-Dienst war dem Vernehmen nach letztlich aber der aufgerufene Preis zu hoch.

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