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Neue Print-Produkte
Bild startet ein neues TV-Magazin

Das Supplement TVTV wird ab Januar in mehreren Regionalausgaben beiliegen. Verlagsleiterin Carolin Hulshoff Pol hat aber noch mehr vor, wie sie im W&V-Interview verrät.

Text: W&V Redaktion

29. Oktober 2018

Carolin Hulshoff Pol ist seit gut einem Jahr Verlagsleiterin der Bild-Gruppe.
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Bei der Bild-Zeitung ist Print nach wie vor eine wichtige Säule im gesamten Geschäftsmodell. Aus diesem Grund wird es unter der Dachmarke auch bald ein neues gedrucktes Produkt geben: Am 4. Januar startet das Haus Axel Springer in mehreren Regionalausgaben des Boulevardblattes ein TV-Magazin.

TVTV, so der Name des Supplements, wird der Bild-Ausgabe künftig jeden Freitag in einer Auflage von einer halben Million Exemplaren beiliegen. Produziert wird das Heft zusammen mit RTV als Partner, die das Heft auch speziell für Bild aufbereiten.

Gedrucktes funktioniert auch weiterhin

"Wir sind da sehr gespannt und freuen uns darauf", sagt Carolin Hulshoff Pol, seit gut einem Jahr Verlagsleiterin der Bild-Gruppe, im Interview mit W&V. Die Managerin kennt das Haus, insbesondere die "rote Gruppe", aber schon deutlich länger.

Sie lernte das Verlagswesen dort von der Pike auf: 1997 begann sie dort ihre Ausbildung als Verlagskauffrau, war dann in ihrem Studium Stipendiatin von Axel Springer, später Referentin der Verlagsgeschäftsführung Zeitungsgruppe Bild, ab 2011 Gesamtwerbeleiterin. 2012 wurde sie Verlagsleiterin, im Jahr 2015 Managing Director Bild am Sonntag.

Hulshoff Pol glaubt an Print – nicht nur, weil auch im Zeitalter der Digitalisierung das Gedruckte nach wie vor gut funktioniert: "Bei Bild ist natürlich der Umsatz der gedruckten Zeitung noch höher als der des digitalen Angebots", so die Verlagsleiterin. Auch dank frischer Geschäftsideen, die sie mit ihrem neu zusammengestellten Team erarbeitet hat.

TVTV: Ab 2018 jeden Freitag in der Bild.

Im Regionalen ist noch Potenzial

Sie richtet den Fokus unter anderem stärker auf das Regionale – da sei noch viel Potenzial: Neue Beilagen wie Der Genussbote in Thüringen oder Sommer im Norden in den nördlichen Bundesländern kämen bei den Lesern in den Regionen sehr gut an: "Das Geschäft entwickelt sich erfreulich, da sind wir mit ganzer Kraft unterwegs. Wir prüfen, was wir da noch tun können, was für uns in regionalen Märkten noch geht."

Den konfrontativen Kurs, den Bild-Chefredakteur Julian Reichelt fährt, unterstützt sie voll und ganz: "Bild war immer laut und muss laut sein, gerade in der Headline", sagt Hulshoff Pol. Sie empfehle allen Kritikern, "einfach mal umzublättern und mehr zu lesen als nur die Titelseite. Was die Redaktion macht, ist sehr vielfältig, mehrdimensional und hat journalistische Tiefe. Und hat Haltung."

Anecken muss sein

Dass diese Haltung nicht immer jedem gefalle, sei klar. Aber: "Das Schlimmste, was uns aber je passieren könnte, ist, gefällig zu sein. Insofern dürfen wir anecken. Damit kann ich gut leben und ich finde, das muss auch so sein."

Was Hulshoff Pol für die Bild-Gruppe sonst noch so plant, wie sich das Bezahlangebot Bildplus entwickelt und warum Bild in Wirtshäusern Leserstammtische einberufen hat, ist in der aktuellen Ausgabe der W&V nachzulesen.

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