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Twitter-Aufreger
#BildBoykott: AOK-Chef befeuert Welle der Solidarität

Die Bild-Debatte auf Twitter geht weiter. Nun sorgte ein mittlerweile gelöschter Post von AOK-Geschäftsführer und Ex-DDB-Stratege Steve Plesker auf LinkedIn für eine weitere Welle der Anti-Bild-Solidarität.

Text: W&V Redaktion

27. Mai 2020

Ein gelöschter LinkedIn-Post von Steve Plesker befeuerte den Hashtag #BildBoykott abermals.
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Nur kurz war der Post von AOK-Geschäftsführer Steve Plesker auf LinkedIn online, in Zukunft keine Anzeigen mehr bei der Bild zu schalten, schon löste er eine weitere Welle der Anti-Bild-Debatte auf Twitter aus, dem ein Post von Virologe Christian Drosten vorausgegangen war.

Plesker, Geschäftsführer Markt und Produkte bei der AOK, postete am Abend des 26. Mai auf LinkedIn, dass die Berichterstattung der Bild zu einer Studie des Virologen eine Schande sei und mit Journalismus nichts zu tun habe und dass die AOK in Zukunft keine Anzeigen mehr bei dem Blatt schalten werde. In der Vergangenheit gab es mehrere "erfolgreiche Kooperationen" zwischen der Bild-Zeitung und der Krankenkasse.

Der Screenshot des LinkedIn-Post kursiert überall im Netz.

Der ehemalige DDB-Stratege hat den Post mittlerweile gelöscht - mit der Begründung, er habe sich Privatperson geäußert und das fälschlicherweise mit seiner Rolle als Geschäftsführer vermengt.

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Seitdem kursiert ein Screenshot davon auf Social Media, der insbesondere von der kritischen Twitter-Gemeinde gefeiert wird. Denn die User finden den Schritt richtig und gut und fordern, andere Krankenkassen auf, es der AOK gleichzutun. Denn eine Corona-verharmlosende bis -verleugnende Haltung könne insbesondere für die Kassen zum Problem werden. Vermischt mit grundsätzlicher Bild-Feindlichkeit.

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In dem Zuge der anhaltenden Anti-Bild-Solidarität schießt der Hashtag #BildBoykott mit mittlerweile über 6.000 Tweets in die Höhe und Unter-Accounts der Bild-Zeitung sowie ihrer Redakteure werden geteilt und mit dem Aufruf zum Boykott an den Pranger gestellt. Insbesondere Bild-Chefredakteur Julian Reichelt wird persönlich scharf angegriffen und verhöhnt. Angeblich bekomme er nun "Zunder" von ganz oben, denn wenn Anzeigengelder wegfallen, werde es ernst.

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 Mit den Vorgängen auf Twitter hat Steve Plesker allerdings nichts zu tun. Sein Post erschien ja nicht einmal bei dem Kurznachrichtendienst. Wie so oft, hat die emsige Twitter-Gemeinde ihr Eigenleben entwickelt.

 

Update: Am Nachmittag des 27. Mai postete Plesker auf LinkedIn ein aufklärendes Statement zu den Entwicklungen

Die Stellungnahme zu Pleskers LinkedIn-Post, der für viel Furore sorgte.


Autor: Marina Rößer

ist als Redakteurin im Agenturressort der W&V tätig. Die Diplom-Politologin hat viele Jahre in einem Start-Up gearbeitet und ist daher besonders fasziniert von innovativen Digitalthemen und kreativen Marketingstrategien. Ihre eigene kreative Seite lebt sie beim Kochen und Fotografieren aus und bringt sich zudem Designthemen bei.

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