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Wirbel auf Twitter
Böhmermann: Offener Brief an FAZ-Herausgeber

Jan Böhmermann beklagt sich in einem offenen Brief an Herausgeber Jürgen Kaube, dass ein Interview mit ihm kurz vor Druck aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung genommen wurde.

Text: W&V Redaktion

11. September 2020

Jan Böhmermann streitet mit der FAS.
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"Sowas habe ich wirklich noch nie erlebt", echauffiert sich der Satiriker Jan Böhmermann in dem Tweet, mit dem er den "offenen Brief" an FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube postete.

Böhmermann hatte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ein ausführliches Interview gegeben, das angeblich am vergangenen Sonntag als Aufmacher des Feuilleton-Teils erscheinen sollte. Vier Tage später habe ihn "die höchst irritierende Nachricht" erreicht, dass das Interview wenige Stunden vor Drucktermin "auf persönliche Anweisung" Kaubes aus dem Blatt entfernt worden sei. Der verärgerte Moderator rief Kaube zu einer Stellungnahme auf, warum das Interview nicht erscheinen durfte.

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Auf die muss Böhmermann aber wohl lange warten. "Die FAZ kommentiert redaktionelle Entscheidungen nicht", heißt es kurz und knapp aus deren Verlag auf W&V-Anfrage. Anlass für das Interview war die Veröffentlichung von Böhmermanns Buchs "Gefolgt von niemandem, dem Du folgst". Dabei handelt es sich um sein "Twitter-Tagebuch 2009-2020" (Verlag Kiepenheuer & Witsch).

Auf Twitter macht er mit seinem Unmut jede Menge Wirbel. Die Reaktionen darauf sind gemischt. Wer möchte, könne das Interview gerne veröffentlichen, schlägt Böhmermann vor: "Es müssen aber gegebenenfalls juristische Details vorher noch mit der FAZ und deren Herausgebern geklärt werden."

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Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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