Anzeige

Martkttreiber Kinofilme
Boom der Streamingdienste weiter ungebremst

Der Aufschwung der kostenpflichtigen Streamingdienste geht 2021 ungebremst weiter. Nach einer Analyse von Goldmedia gehören die Pay-VoD-Anbieter damit auch weiterhin zu den Profiteuren der Corona-Krise.

Text: W&V Redaktion

18. Februar 2021

Immer mehr Kinofilme erleben ihre Uraufführungen bei Streamingdiensten.
Anzeige

Dass die Streamingdienste von den Maßnahmen und Auswirkungen der Corona-Pandemie profitieren konnten, überrascht angesichts geschlossener Kinosäle und Ausgangseinschränkungen nicht. Nach einer Analyse der Forschungsgruppe Goldmedia, die auf den VoD-Ratings basiert, wuchs der Umsatz der Pay-VoD-Anbieter wie Netflix, Disney+, Amazon Prime oder Joyn Plus+ in Deutschland 2020 um 28 Prozent auf etwa drei Milliarden Euro, womit die Streamingdienste den Markt für lineare Pay-TV-Kanäle laut Goldmedia-Analyse inzwischen deutlich übertreffen. Und der Boom der Streamingdienste wird auch im aktuellen Jahr ungebremst weitergehen. Der Umsatz soll 2021 um weitere 25 Prozent auf etwa 3,8 Milliarden Euro anwachsen. Den größten Anteil des Streamingkuchens schnitten sich im Vorjahr sich die abonnementfinanzierten Dienste mit 83 Prozent der Umsätze und einem Ertrag von 2,5 Milliarden Euro ab. Der Rest entfiel auf Erlöse durch den Online-Kauf von Videos oder Leihvideos.

 

 

Kinofilme als Markttreiber 

Einer der wichtigsten Treiber des Streaming-Booms sind die nach wie vor geschlossenen Kinos, deren Öffnung in Deutschland nach wie vor auch nicht absehbar ist. Viele Studios haben die Uraufführungen ihrer Filme daher entweder verschoben, oder aber ins Web an Streamingdienste vergeben. Verschoben wurden beispielsweise die Kinostarts des neuesten James Bond (Keine Zeit zum sterben), Fast & Furious 9 und 10, Ghostbuster: Afterlife oder Avatar 2. Bei Streamingdiensten starteten Kinofilme wie Mulan (Disney+), Borat 2 (Amazon), After Midnight (Amazon), Mamacita (Vimeo), Neues aus der Welt (Netflix) oder Greyhound (Apple TV+). Durch die Pandemie haben sich also nicht nur die finanziellen Verhältnisse verschoben, sondern auch die Verwertungsketten: Statt Kino – DVD – Pay-TV – Free TV heißt es nun immer öfter Pay-TV – DVD – Free TV.     

Anzeige