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"DFL for Equity"
Bundesliga will bei Medien-Startups mitmischen

Der Bundesliga-Dachverband baut mit dem Programm "DFL for Equity" ein Portfolio an Beteiligungen in der Medien-, Technik- und Sportbranche auf.

Text: W&V Redaktion

11. Oktober 2018

DFL-Chef Christian Seifert setzt auf "DFL for Equity".
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Der Bundesliga-Dachverband DFL Deutsche Fußball Liga will Beteiligungen an Startups und mittelständischen Unternehmen erwerben. Der neue Beteiligungsansatz trägt den Namen "DFL for Equity".  Er sei die logische Fortschreibung der 2006 gestarteten Strategie, die mediale Wertschöpfungskette des deutschen Profifußballs umfassend selbst zu bedienen – "von der Produktion des Basissignals für Medienpartner über die Erfassung und Aufbereitung von Spieldaten bis zur Vermarktung der Ausstrahlungsrechte", wie es in der Ankündigung der Frankfurter heißt.

Geplant ist, ein Portfolio von Beteiligungen an erfolgsversprechenden Unternehmen der Medien-, Technologie- und Sportbranche aufzubauen. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert: "Die konsequente Abdeckung der medialen Wertschöpfungskette ist ein Alleinstellungsmerkmal der DFL im Weltfußball. Im Sinne der Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga wollen wir davon in Zukunft deutlich stärker profitieren, dass sich Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit der DFL positiv entwickeln."

Konkret will die Bundesliga durch immaterielle Vermögenswerte, aber auch durch Kooperationen mit weiteren Partnern Anteile an Unternehmen erwerben und so an Startups mitmischen. Und schon gibt es ein erstes Ziel: Mit dem Einstieg beim israelischen Startup Track160 gehe die DFL die erste Beteiligung im Rahmen von "DFL for Equity" ein.

Die DFL erhält dabei inklusive einer variablen zeitlich nachgelagerten Erfolgsbeteiligung an Track160 einen Anteil am Unternehmen von rund 10 Prozent. Im Gegenzug bekommt das Unternehmen unter anderem Zugang zur Spieldatenbank und dem digitalen Fußballarchiv. Das Startup entwickelt ein auf Künstlicher Intelligenz und Deep Learning basierendes System zur 3-D-Erfassung von Spielerbewegungen sowie des Balls – interessant nicht nur für Profiteams, sondern auch für Amateurvereine aller Spielklassen.

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