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Frankreich
Canal+ startet Videostreamingdienst

Der Bezahlsender treibt seine digitale Transformation voran: mit einem Streaming-Angebot, das günstiger ist als das von Netflix. Auch an eine internationale Expansion ist gedacht.

Text: W&V Redaktion

12. März 2019

"Versailles" ist eine auch international erfolgreiche Serie von Canal+.
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Der französische Pay-TV-Anbieter Canal+ launcht an diesem Dienstag einen eigenen Videostreamingdienst mit dem Namen c+Séries. Angeboten werden nach eigenen Angaben Tausende Stunden Video-Content bestehend aus Serien, Shows, Filmen und Dokumentationen für eine monatliche Abogebühr von 6,99 Euro. Damit liegt der Preis ein Euro unter dem günstigsten Angebot von Konkurrent Netflix.

Mit dem Streamingdienst reagiert Canal+ auch dezidiert auf die Disruption des traditionellen Bezahlfernsehmarktes durch die Videostreaming-Konkurrenz von Netflix und Amazon Prime Video. Die günstige Monatsgebühr und die Möglichkeit, das Abonnement kurzfristig zu kündigen, soll vor allem eine jüngere Zielgruppe ansprechen.

"C+Séries markiert eine neue Etappe in der Transformation unserer Angebote, die wir vor zwei Jahren eingeleitet haben", sagt Maxime Saada, CEO der Groupe Canal+, die zum französischen Medienkonzern Vivendi gehört. So hatte Canal+ schon vor einiger Zeit ein Pay-TV-Paket für unter 20 Euro pro Monat gelauncht. Davor lag das günstigste Angebot noch bei 40 Euro.

Anpassung an neue Nutzungsgewohnheiten

"Mit der Transformation im Bereich der Nutzung", so Saada weiter, "will Canal+ besser auf die neuen Gewohnheiten des Publikums reagieren und mit der digitalen Transformation neue Zielgruppen erreichen – in Frankreich und bald auch international."

Inhaltlich bietet c+Séries Eigenproduktionen von Canal+ wie beispielsweise die Serien "Versailles" oder "Spiral" als auch internationale Produktionen wie "Dexter", "The X-Files", "Sons of Anarchy" oder "Killing Eve".

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