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Filmbranche
Cannes-Filmfestival muss erneut verschoben werden

Einer der wichtigsten Events für die internationale Filmindustrie kann wohl nicht vor September stattfinden. Doch auch ein Termin zu diesem Zeitpunkt dürfte den Veranstaltern Probleme bereiten.

Text: W&V Redaktion

29. April 2020

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Bereits zwei Mal wurde der Termin für das Filmfestival in Cannes verschoben. Ursprünglich sollte es vom 12. bis 23. Mai stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde dann ein Termin Ende Juni, Anfang Juli ins Auge gefasst, schließlich ein Ausweichtermin im August.

Doch dies alles dürfte nun kaum noch zu realisieren sein. Denn der französische Premierminister Édouard Philippe hat jetzt in einer Parlamentsrede betont, dass alle Großveranstaltungen und Festivals mit mehr als 5000 Teilnehmern mindestens bis September untersagt bleiben.

Ein September-Termin würde allerdings ein weiteres Problem schaffen. Denn damit würde das Festival mit den Internationalen Filmfestspielen von Venedig kollidieren, die vom 2. bis 12. September stattfinden sollen.

Somit dürfte sich erneut die Frage stellen, ob das Festival in diesem Jahr überhaupt in seiner "originalen Form" stattfinden kann, ein Gedanke, der ohnehin schon in Betracht gezogen worden war. Neben dem eigentlichen Wettbewerbsprogramm gehört zu dem Festival auch einer der weltweit wichtigsten und umsatzstärksten Filmmärkte.

Auch für die Kinobranche hatte der französische Premier keine gute Nachricht. Während vom 11. Mai an Schulen und kleinere Läden wieder öffnen dürfen, bleiben die Kinos weiterhin geschlossen. Eine Entscheidung über eine mögliche Wiedereröffnung soll frühestens Anfang Juni getroffen werden.

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Autor: Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.

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