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Social Media
Condé Nast fährt Angebote auf Snapchat zurück

Der US-Zeitschriftenverlag stellt seine Snapchat-Kanäle für Vogue, Wired und GQ ein. Auch andere Publisher scheinen ihr Interesse an der Foto-App zu verlieren.

Text: W&V Redaktion

29. Oktober 2018

Condé Nast verabschiedet sich von Snapchat.
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Die Foto-App Snapchat verliert nicht nur Nutzer, sondern jetzt offensichtlich auch Publisher, die sich bislang bei dem Instant-Messaging-Dienst engagiert hatten. Nach einer Meldung des Wirtschaftsdienstes Bloomberg stellt der amerikanische Zeitschriftenverlag Condé Nast die Snapchat-Kanäle für seine Titel Vogue, Wired und GQ ein. Die für die Produktion verantwortlichen Mitarbeiter werden entlassen. Beibehalten will der Verlag allerdings die Snapchat-Kanäle für die beiden Online-only-Marken Teen Vogue und Self.

Bereits im Juni hatte der Chef eines anderen US-Verlags, der namentlich nicht genannt werden wollte, gegenüber dem Technologie-Blog Digiday erklärt, dass Snapchat an Bedeutung für den Verlag verloren habe. "Meiner Meinung nach", so der Manager, "befindet sich Snapchat in einer verzweifelten Phase des Produktlebenszyklus." Er wolle künftig eher in lukrativere und besser zu monetarisierende Plattformen investieren.

Vergangene Woche hatte die Snap Inc., die Mutterfirma der Foto-App, gemeldet, dass die Zahl der täglich aktiven Nutzer im dritten Quartal weiter zurückgegangen sei – um zwei Millionen auf jetzt 186 Millionen. Für das vierte Quartal wird erneut mit einem Nutzer-Rückgang gerechnet.

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