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Nachhaltigkeit bei Verlagen
Condé Nast setzt stärker auf Recycling

Das Haus verwendet zur Verpackung seiner Magazine ein neues, umweltfreundlicheres Material. Den Anstoß dazu gab die Vogue.

Text: W&V Redaktion

1. März 2019

Mehr Grün - auch bei der Verpackung.
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Das Thema Nachhaltigkeit nimmt auch im Verlagsbusiness Fahrt auf – auch dank des neuen Verpackungsgesetzes, das seit 1.Januar 2019 gilt und dazu beitragen soll, die Müllflut weiter zu reduzieren.

So wird nun auch Condé Nast ab sofort seine Titel Vogue, Glamour, GQ und AD Architectural Digest in Folie aus recyceltem Material verpacken. Die Folie, die zum Einsatz kommt, ist aus deutscher Produktion; sie hat einen Recyclinganteil von über 50 Prozent und ist zu 100 Prozent recyclingfähig. Sie wird für Ausgaben mit Produktbeigaben, Zeitschriften mit Supplements sowie Zeitschriftenbundles verwendet.

Die Vogue löste alles aus

Den Anstoß zu der Veränderung gab das Schwerpunktthema der April-Ausgabe von Vogue: Das Heft, das am 5. März erscheint, steht unter dem Motto "Nachhaltigkeit“. Diese Thematik brachte die das Projekt Verpackung ins Rollen, "da das Magazin nicht in herkömmlicher Folie erscheinen sollte", so Alima Longatti, Head of Direct Marketing & CRM bei Condé Nast.

Gemeinsam mit Produktionsdirektor Lars Reinecke setzte sie den Wechsel dann innerhalb von zwei Monaten um. Der Prozess zur Einführung der teureren, aber nachhaltigen Verpackungsalternative sei nicht ohne Hürden, gewesen, "doch am Ende konnten wir alle Partner zum Mitmachen bewegen", so Longatti weiter.

Ein Viertel weniger CO2

Mit den neuen Folien reduziert Condé Nast seinen CO2-Ausstoß jährlich gegenüber vergleichbaren Frischfolien nach eigenen Angaben um mindestens 27 Prozent, was eine Einsparung von rund 12 Tonnen CO2 bedeute.

Die "grüne" Ausgabe der Vogue, die der Auslöser war, widmet sich dem Thema Nachhaltigkeit natürlich größtenteils im Hinblick auf die Modeindustrie. "Eine neue Generation von Kunden hat eine kritische Masse erreicht, um wirklich grundlegende Änderungen des Systems voran­zutreiben", schreibt Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp auf Vogue.de über die neue Ausgabe.

Der Kunde wolle "keine Alibi­-Aktionen mehr, sondern echte Nachhaltigkeit, Umweltschutz, echte Menschlichkeit, echte Transparenz – wahre Geschichten, die nicht von der Marketingabteilung gedichtet werden."

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