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Nachhaltigkeit
Condé Nast verstärkt seinen Einsatz für Klimaschutz

Der Konzern Condé Nast unterzeichnet die UN-Initiative "Fashion Industry Charter for Climate Action" und beschließt Klimaschutzziele.

Text: W&V Redaktion

21. November 2019

Mode und Umwelt: Das passt nicht immer perfekt zusammen. Condé Nast will bei der Veränderung mithelfen.
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Das Medienunternehmen Condé Nast gibt ein Versprechen: Der Konzern will sich – weltweit – für den Klimaschutz einsetzen und selbst mit gutem Beispiel vorangehen.

Dazu gehört, dass Condé Nast die UN-Initiative "Fashion Industry Charter for Climate Action" unterzeichnet, die Textilproduzenten weltweit beschlossen haben. Dazu gehören unter anderem Adidas, Esprit, Otto, Hugo Boss, Kik, Mammut, Nike, H&M, Levi’s, Gap und Burberry. Die Vereinbarung wurde Ende 2018 unterzeichnet und hat zum Ziel, die Modebranche bis 2050 klimaneutral zu machen. Bis 2030 sollen die Emissionen um mindestens 30 Prozent sinken. Das soll im Austausch untereinander geschehen – außerdem gibt es Arbeitsgruppen zu Themen wie Material, Herstellung, Logistik. Denn: Die Modebranche trägt durch Textilabfälle, Wasserverschmutzung und Umweltverschmutzung ihren Teil bei zur Klimakrise.

Condé Nast als Herausgeber großer internationaler Modetitel wie Vogue, Glamour und GQ will seine Verantwortung wahrnehmen und seinen Einfluss nutzen. "Condé Nast beherbergt einige der einflussreichsten, bekanntesten Marken der Welt. Wir stehen in der Verantwortung, die Macht unserer Marken zu nutzen, um auf Probleme aufmerksam zu machen, um Bedingungen für einen Wandel zu definieren und um Lösungen aufzuzeigen. So können wir unser Publikum und unsere Branche inspirieren, sich zu informieren und sich für den Klimaschutz einzusetzen", sagt CEO Roger Lynch.

Konkret heißt das, dass Condé Nast sich dazu bereit erklärt, zusammen mit Partnern aus der Branche das Verhalten der Kunden in Richtung Wiederverwertung von Kleidung, nachhaltige Mode und innovative Materialien und Technologien zu beeinflussen. So könnte die Beeinträchtigung der Umwelt durch die Modeindustrie gesenkt werden.

Das bedeutet auch, dass sich die Hefte thematisch ändern werden: Die Medienmarken, vor allem Vogue, GQ, Wired und AD sollen künftig ihre Leser darüber aufklären, wie sich das Leben nachhaltiger gestalten lässt, und dazu Hilfestellung geben.

 

Condé Nast legt Rechenschaft ab

Darüber hinaus sei der Konzern dafür verantwortlich, selbst so nachhaltig wie möglich zu arbeiten. Lynch: "Wir sind entschlossen, unseren Fortschritt auf unserem Weg hin zu besseren Weltbürgern zu messen und darüber Bericht zu erstatten." Der erste Beurteilungsbericht zum CO2-Ausstoß von Condé Nast soll Anfang 2020 veröffentlicht werden und einen globalen Nachhaltigkeitsplan mit festen Zielen zum Ausstoß von Treibhausgasen enthalten.

Condé Nast unterzeichnete außerdem die globale Verpflichtung der neuen Kunststoffwirtschaft, die von der Ellen MacArthur Foundation gemeinsam mit dem UN-Umweltprogramm im Oktober 2018 gestartet wurde. Seit 2019 stellte die Hälfte der Betriebe von Condé Nast schrittweise die Plastikumhüllung aus fossilen, nicht recycelbaren Quellen ein. Bis Anfang 2020 solle für sämtliche US-Publikationen umgesetzt werden. Parallel dazu möchte das Verlagshaus mehr recycelten und biologisch basierten Kunststoff verwenden – oder die Plastikumhüllung bei manchen Ausgaben ganz abschaffen, das werde derzeit geprüft. In der globalen Verpflichtung hat Condé Nast sich bereit erklärt, bis 2025 alle eigenen Produkte weltweit von nicht recycelbarem Plastik zu befreien.

"Die Pariser Klimaziele müssen unbedingt eingehalten werden", sagt Wolfgang Blau, Global Chief Operating Officer und President Condé Nast International.

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