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Vermarktung
Das ZDF hofft auf neues Hoch beim Werbe-Wetter

Ende 2019 gab Union Invest nach knapp 20 Jahren seinen Werbeplatz beim ZDF-Wetter frei. Jetzt wird ein Nachfolger für eine neue Langzeitbeziehung gesucht.

Text: W&V Redaktion

17. Januar 2020

ZDF-Wetter: Die Mainzelmännchen suchen neue Begleitung.
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Ende 2019 ging im ZDF eine Ära zu Ende: Nach knapp 20 Jahren gab der Finanzdienstleister Union Investment seinen Werbeplatz als Sponsor des Wetters kurz vor den "Heute"-Nachrichten um 19 Uhr auf. Nicht, weil sich die Frankfurter Broker ganz vom ZDF Werbefernsehen verabschieden wollten, sondern weil sie auf andere Werbeformen und -plätze im Umfeld des Zweiten setzten.

Beim ZDF Werbefernsehen läuft seither die Suche nach einem adäquaten Nachfolger. Geschäftsführer Hans-Joachim Strauch sucht insbesondere nach einem Kandidaten, der sich idealerweise ähnlich langfristig an den Kanal und seinen Vermarkter binden will wie Union Investment. Doch das ist nicht so einfach. Denn die Unternehmen sind zaghafter geworden. Sie experimentieren lieber mit Werbestrategien und -maßnahmen, auch aufgrund neuer technischer Möglichkeiten.

Nur eine Zwischenlösung

Aktuell ist der Werbeplatz vor dem ZDF-Wetter an den Online-Bettenshop Bett1.de vergeben ("Die beste jemals getestete Matratze…"). Der will dort aber erstmal nur drei Monate bleiben. Für Michael Käfer, Leiter des Bereichs Sponsoring der ZDF Werbefernsehen GmbH, also nur eine Zwischenlösung.

Wer den aus zwei sieben-sekündigen Trailerplatzierungen bestehenden Werbeslot, der laut AGF Videoforschung immerhin im Schnitt 3,2 Millionen Zuschauer erreicht, für längere Zeit bucht, muss allerdings schon ein wenig investieren: Laut Käfer wird für eine Jahres-Präsenz als Sponsor des Wetters nach der 19 Uhr-"Heute"-Sendung eine Summe "im mittleren siebenstelligen Bereich" fällig.

Potenzielle Kunden sucht er mittlerweile nicht mehr nur im Finanzen- und Bankenbereich. Für die sei das zwar nach wie vor ein idealer Platz – aber der Slot sei auch "für viele andere Branchen gut geeignet."

Mehr Erklärungsbedarf

Union Investment ist derweil auf neue Plätze im Umfeld der "Heute"-News umgezogen. Das Unternehmen hofft damit in erster Linie auf mehr Erklär-Möglichkeiten für die Produkte: "Wir können weitere Botschaften und Produktinformationen platzieren und genauer erklären, für was Union Investment steht", so Sprecherin Sandra Lorke.

"Als Low-Interest-Produkt, das man zudem nicht sehen kann, ist es wichtig, dass wir nicht nur unseren Namen bekannt machen, sondern auch, was dahinter steckt und vor allem welchen Nutzen unsere Kunden und potenziellen Kunden von unseren Produkten haben." Dafür experimentiert der Finanzdienstleister in diesem Jahr erstmals mit den neuen Technologien, so Lorke weiter: "Zusätzlich setzen wir Addressable TV ein und verstärken unsere Maßnahmen im Social Media-Bereich."

 

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