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Das ZDF verzichtet 2021 auf Preiserhöhungen

Das ZDF Werbefernsehen hält die Preise für TV-Spots im kommenden Jahr aufgrund der schwierigen Zeiten stabil. Dabei stehen 2021 zwei reichweitenstarke Sport-Events an - vor allem die Fußball-EM.

Text: W&V Redaktion

31. Juli 2020

Die Mainzelmännchen trainieren schon mal für die EM 2021.
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Das ZDF Werbefernsehen verzichtet für das kommende Jahr auf Preiserhöhungen: Das Zweite, das seine Preise traditionell am 1. August verkündet, setzt auf Stabilität. Und führt damit den zuletzt eingeschlagenen Weg fort: Auch für 2020 gab es bis auf wenige Anpassung starker Umfelder keine Preisanstiege.

"Gerade in diesen unruhigen Zeiten ist Planbarkeit und Verlässlichkeit ein hohes Gut", so Hans-Joachim Strauch, Geschäftsführer des ZDF Werbefernsehens. Und da man "partnerschaftlich, verlässlich und transparent" handle, sehe man "für das Jahr 2021 von einer Anhebung der Preise ab" und setze auch im kommenden Jahr auf ein lineares Pricing.

Publikumsmagnet Sport

Dabei ist für 2021 mit einem erhöhten TV-Konsum beim Publikum zu rechnen: Immerhin stehen mit den eigentlich für 2020 geplanten Olympischen Spielen und der Fußball-EM zwei große Sportereignisse an – natürlich nur, falls sie aufgrund der nach wie vor anhaltenden Pandemie wie geplant stattfinden können.

"Wir können stark ansteigende Leistungswerte bei der TV-Nutzung zu Hause erwarten. Das hat die Corona-Pandemie schon gezeigt", so Strauch. Aller Voraussicht nach werde es kaum Public-Viewing-Angebote geben – und auch ob in den Stadien Zuschauer vor Ort sein können, sei fraglich. Das dürfte die Zahl der Seher, die die Ereignisse vor dem Bildschirm verfolgen, weiter erhöhen – und insbesondere die EM für die Werbekunden interessant machen. Zum Vergleich: Schon ohne Corona-Effekt waren bei der letzten EM im Jahr 2016 im Schnitt 13,1 Millionen Zuschauer ab drei Jahren bei den Übertragungen der Spiele im linearen TV live mit dabei.

Hans-Joachim Strauch, Chef des ZDF Werbefernsehens

2021 werden dann voraussichtlich zum zweiten Mal 24 Teams statt wie bisher 16 Mannschaften gegeneinander antreten. Das bedeutet 20 Spiele mehr als vor 2016. Außerdem gibt es – neben acht Achtel- und vier Viertelfinal-Partien – 12 zusätzliche Gruppenspiele. Die Spiele der K.O.-Phase sind als Doppelspieltage angelegt. Der Anstoß erfolgt um 18.00 und 21.00 Uhr. Was bedeutet, dass mehrere Spiele  dieser Phase ins werberelevante Zeitfenster fallen – viel Platz für Kampagnen.

Hinzu kommt, dass alle Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft in München ausgetragen werden. Damit werde das Turnier für die Zuschauerinnen und Zuschauer in Deutschland quasi "zur gefühlten Heim-EM", die emotionale Auseinandersetzung mit dem Turnier dadurch noch intensiver.

Serien und Information

Weitere attraktive Werbeumfelder des ZDF im kommenden Jahr sind, neben den Olympischen Spielen in Tokio, die vorabendliche Krimischiene ("SOKO"), die Serien-Formate um 19.25 Uhr sowie die Werbeumfelder rund um Informationsangebote wie das Nachrichtensendung "Heute" um 19.00 Uhr sowie das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin "WISO".

Der ZDF-Werbeblock "Best Wetter", der immer gegen 19.18 Uhr zwischen "Heute"-Nachrichten und dem Wetter ausgestrahlt wird, ist mit rund 4,4 Millionen Zuschauer nach wie vor der reichweitenstärkste Werbeblock im deutschen Fernsehen. Dahinter rangiert die ARD, deren Werbeblock "Best Minutes" unmittelbar vor der "Tagesschau" in Corona-Zeiten eine durchschnittliche Reichweite von 3,2 Millionen Zuschauern (ab 14 Jahren) einfuhr.

Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender waren zuletzt laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos auch die mit Abstand meistgenutzte Quelle, um sich über die Entwicklungen rund um das Coronavirus zu informieren: 64 Prozent der Befragten gaben an, ARD und ZDF inklusive deren Internetangebote und Apps dafür zu bevorzugen.


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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