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Plan von UFA Fiction
Der Fall Claas Relotius soll verfilmt werden

Juan Moreno deckte den Betrug von Claas Relotius beim Spiegel auf - und schreibt darüber ein Buch. Vor Veröffentlichung hat sich die UFA bereits die Filmrechte gesichert.

Text: W&V Redaktion

29. März 2019

Wird in einem der nächsten UFA-Filme eine zentrale Rolle spiele: die Spiegel-Zentrale im Hamburg.
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Der Manipulationsskandal um den Autoren Claas Relotius beim Spiegel, der seit Ende 2018 die Medienwelt erschüttert, nimmt nun endgültig ähnliche Dimensionen an wie die "Hitler-Tagebücher" des Stern aus den 1980er-Jahren. Denn: Auch der Fall Relotius soll verfilmt werden. "Die UFA sichert sich exklusive Verfilmungsrechte am neuen Buch von Juan Moreno", teilt das Produktionshaus am Freitag mit.

Wir erinnern uns:

Am 19. Dezember 2018 legte das Nachrichtenmagazin Spiegel einen lange Zeit unbemerkten und spektakulären Fälschungsskandal im eigenen Haus offen - den Fall um den preisgekrönten Journalisten Relotius. Aufgedeckt und ins Rollen gebracht wurde der Fall von Moreno, erfahrener Journalist und seit vielen Jahren selbst für den Hamburger Titel tätig. Während der gemeinsamen Arbeit an der Reportage "Jaegers Grenze. Bürgerwehr gegen Flüchtlinge" entdeckte Moreno Unstimmigkeiten im Text von Claas Relotius und begann auf eigene Faust zu recherchieren – mit dem Ergebnis, dass im Dezember 2018 einer der größten Manipulationsskandale im deutschen Journalismus enthüllt wird.

Sebastian Werninger, Produzent bei UFA Fiction ("Der Junge muss an die frische Luft"), hat sich jetzt die Rechte an Juan Morenos "Tausend Zeilen Lüge. Das System Relotius und der deutsche Journalismus" gesichert. Das Werk wird im Herbst dieses Jahres im Rowohlt Berlin Verlag erscheinen.

Der Stern-GAU wurde als "Schtonk" mit Uwe Ochsenknecht und Veronika Ferres verfilmt und ein Erfolg im Kino. Und der Verlag Gruner + Jahr macht 36 Jahre nach dem Presseskandal dann doch noch Kasse mit den Erinnerungen aus dem Giftschrank: Unter dem Titel "Faking Hitler - die wahre Geschichte der Hitler-Tagebücher" gibt es seit Jahresbeginn ein zehnteilige Podcast-Reihe des Magazins. Daneben wurde das Skandalwerk jetzt doch noch ausgestellt

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