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Sportrechte
Die Deutsche Telekom holt sich die Fußball-EM 2024

Offenbar will die Telekom die kompletten Live-Rechte erwerben. Damit gingen ARD und ZDF erstmals leer aus - zumindest in der ersten Runde.

Text: W&V Redaktion

20. September 2019

Haben ARD und ZDF bei der EM 2024 Fußball-Pause?
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Das wäre ein Novum auf dem Markt der Fußballrechte: Offenbar hat die Deutsche Telekom die Liverechte an allen Spielen der Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2024 gesichert – das berichtet zumindest die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Ein Turnier, das auch noch in Deutschland stattfindet. ARD und ZDF, die bislang immer übertragen haben, sind dabei erstmal außen vor. Offizielle Statements der Beteiligten gibt es bislang aber noch nicht.

Ganz gehen die Zuschauer im Free-TV aber auch in diesem Konstrukt sicher nicht leer aus. Denn der Rundfunkstaatsvertrag schreibt vor, dass alle Spiele mit Beteiligung der deutschen Nationalmannschaft sowie das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale unverschlüsselt ohne Extrakosten für den Zuschauer angeboten werden müssen.

Wer holt sich die Sublizenzen?

Was natürlich nicht zwingend heißt, dass diese Begegnungen von den öffentlich-rechtlichen Sendern gezeigt werden. Denn eine Sublizenzierung der Rechte wäre auch an Privatsender möglich. RTL etwa zeigt schon jetzt EM-Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft.

Die Telekom wird die Spiele voraussichtlich über ihr Angebot Magenta TV ausstrahlen, das im härter werdenden Wettbewerb mit den immer zahlreicheren Streaming-Anbietern damit ordentlich punkten könnte. Sicher nicht der letzte Scoop, mit dem die Telekom aufwarten wird: Michael Schuld, der zum 1. November die Leitung der Business-Unit TV übernimmt und damit Magenta TV und das Fernsehgeschäft der Telekom verantwortet, hat bereits den intensiven Ausbau des Bereichs angekündigt.


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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