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Grand Prix
Die Expertenjury hat gewählt: ESC-Teilnehmer steht fest

Um ein Debakel wie 2019 zu verhindern, hat sich der NDR entschieden, den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest von zwei unabhängigen Experten-Jurys wählen zu lassen. Nun steht der Gewinner fest.

Text: W&V Redaktion

10. Februar 2020

Barbara Schöneberger präsentiert am 27. Februar, wer für Deutschland beim ESC antritt.
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Für das deutsche Team des Eurovision Song Contest ändert sich in diesem Jahr einiges. Das Team des NDR bekommt mit Christian Blenker und Alexandra Wolfslast zwei neue Führungsmitglieder und ändert das Auswahlverfahren zur Bestimmung des deutschen Acts beim Grand Prix Mitte Mai.

Blenker wird ARD-Teamchef für den Eurovision Song Contest, Alexandra Wolfslast ist neue Head of Delegation. Sie folgt auf Christoph Pellander, der seit Juli 2019 bei der ARD Degeto Leiter der Abteilung Redaktion und Programm-Management ist. Thomas Schreiber ist als ARD-Koordinator Unterhaltung weiterhin eingebunden, Iris Bents als Head of Press.

Zwei Jurys bestimmen wer beim ESC antritt

Um sicherzustellen, dass der diesjährige Deutschland-Auftritt ein Erfolg wird, orientiert sich der NDR am Punkteverfahren des ESC, bei dem Gewinner zur Hälfte von den Zuschauern und zur anderen Hälfte von den nationalen Jurys gewählt werden. 100 Menschen aus ganz Deutschland und eine 20-köpfige Expertenjury aus Musikprofis, die alle schon einmal Mitglied einer nationalen ESC-Jury waren, bestimmen, wer für Deutschland ins Rennen geht.

In einem mehrstufigen Verfahren haben diese beiden Jurys sowohl Künstlerinnen und Künstler als auch Songs bewertet. Wer mit welchem Titel im ESC-Finale für Deutschland antreten wird, zeigt ONE am Donnerstag, 27. Februar, um 21.30 Uhr in "Unser Lied für Rotterdam". Moderiert wird die 45-minütige Sendung von Barbara Schöneberger.

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17 der insgesamt 41 Teilnehmerländer haben ihre Künstler für den weltweit größten Musikwettbewerb bereits bekanntgegeben. Bis zum 9. März müssen laut den Regularien die Teilnehmer aller Länder feststehen.

Bisher wurden die deutschen Kandidaten meist bei einer Vorentscheid-Show ausgewählt. 2019 war das deutsche Duo Sisters beim ESC in Tel Aviv auf dem vorletzten 25. Platz gelandet.

Mit der Platzierung von 2019 unzufrieden

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber hatte daraufhin angekündigt, das Auswahlverfahren zu überdenken: "Mit der Platzierung in Tel Aviv sind wir selbstverständlich nicht zufrieden. In Rotterdam wollen wir wieder an den Erfolg von 2018 anknüpfen. Unser Act hat die nationalen und internationalen Expertinnen und Experten begeistert und sich in einem tollen Teilnehmerfeld durchgesetzt. Wir sind zuversichtlich, dass die Wahl auch bei den ESC-Fans auf sehr breite Zustimmung und - wie wir hoffen - auf Begeisterung stoßen wird."

Christian Blenker, ARD-Teamchef für den Eurovision Song Contest: "Unsere beiden Jurys haben einen hohen musikalischen Sachverstand und einen einmaligen ESC-Instinkt. Mit diesem Verfahren haben wir auch deutlich mehr Zeit für die Inszenierung gewonnen. Die ersten spannenden Ideen von international erfolgreichen Choreographen und Staging-Profis liegen uns bereits vor. Zudem bleiben die mehr als 600 Künstlerinnen und Künstler, die bei der Auswahl dabei waren, geschützt - keiner hat verloren und vielleicht sind einige im kommenden Jahr wieder dabei."

Die Jurymitglieder mussten ihr Gespür unter Beweis stellen

Im April vergangenen Jahres wurden rund 2,26 Millionen Menschen in Deutschland über soziale Netzwerke eingeladen, Teil der Eurovisionsjury zu werden. Jeder konnte teilnehmen. Am Ende haben 15.000 bei der Online-Befragung mitgemacht. Sie mussten im Vorfeld des ESC 2019 in Tel Aviv die Platzierung von zehn zufällig bestimmten ESC-Beiträgen vorhersagen und so ihr Gespür für die sichere Einschätzung von ESC-Beiträgen unter Beweis stellen. Von ihnen wurden die besten 100 ausgewählt. Auch die Mitglieder der internationalen Expertenjury wurden danach ausgewählt, wessen Einschätzung dem tatsächlichen Ergebnis besonders nah kam. 

Alexandra Wolfslast, Head of Delegation für den deutschen Beitrag beim Eurovision Song Contest: "Wir wissen, dass viele Fans lange auf Infos gewartet haben. Wir brauchten aber die Zeit, um konzentriert schon sehr viele Dinge für Rotterdam vorzubereiten. Umso mehr freuen wir uns, am 27. Februar diesen tollen Act präsentieren zu können."

Das ESC-Finale findet am Sonnabend, 16. Mai, in Rotterdam statt. Das Erste und eurovision.de übertragen live ab 21.00 Uhr.


Autor: Marina Rößer

ist als Redakteurin im Agenturressort der W&V tätig. Die Diplom-Politologin hat viele Jahre in einem Start-Up gearbeitet und ist daher besonders fasziniert von innovativen Digitalthemen und kreativen Marketingstrategien. Ihre eigene kreative Seite lebt sie beim Kochen und Fotografieren aus und bringt sich zudem Designthemen bei.

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