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Vermarktung
Die Hamburger Mopo setzt auf "Programmatic Print"

Mit dem Vermarktungstool Pryntad können Werbekunden der Zeitung ab sofort ihre Wunschanzeige online abwickeln.

Text: W&V Redaktion

16. Dezember 2019

Die Mopo arbeitet ab sofort mit einem neuen Marketing-Tool.
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Anzeigenkunden der Hamburger Morgenpost (DuMont Mediengruppe) können seit Anfang Oktober erstmals digital Printanzeigen nach dem sogenannten "Wunschpreis-Prinzip" buchen. Jetzt, nach einer achtwöchigen testphase, geht das Angebot in den Regelbetrieb.

Und so funktioniert es: Über eine eigene Landingpage des Mopo-Vermarkters Hamburg-First und des Anzeigen-Marktplatzes Pryntad können Kunden das gewünschte Format sowie den Erscheinungstag auswählen und ihren "Wunschpreis" für die Anzeigenschaltung abgeben. Anschließend tritt das Sales-Team mit dem Kunden in den direkten Kontakt, nimmt das Angebot an oder lehnt es ab, finalisiert es und steht bei weiteren Fragen mit Rat und Tat zur Seite.

Ex-Kunden zurückholen

"Pryntad ist ein innovatives Vermarktungstool, das uns den Zugang zu neuen Kunden ermöglicht oder Kunden zu uns zurückbringt. Schnell, kurzfristig und einfach", so Mopo-Geschäftsführerin Susan Molzow. Kunden, die nicht über eine Mediaagentur buchen, stehen dabei ebenso im Fokus wie Kunden, die schon länger nicht mehr im Blatt geworben haben.

Ein weiterer Vorteil: "Wir können so unser vorhandenes Sales-Teams in der Vermarktung gezielt für die persönliche Kundenbearbeitung und den personalintensiven Konzeptverkauf ein­setzen." Über Pryntad werden automatisch die Anzeigen­plätze vergeben, die bisher noch nicht gebucht sind.

Geplant: Publisherübergreifendes Buchen

Künftig sollen Kunden auf Pryntad auch auch publisherübergreifend Anzeigen buchen können. Die Kunden geben ein Kampagnen-Gebot ab und nennen ihre Zielvorgaben. Der Publisher behält die Fäden in der Hand und damit die Rabattkontrolle.

"Im Fokus steht zunächst eine Direct-Deal-Variante, bei der wir Exklusiv-Lösungen für einzelne Publisher realisieren – so wie jetzt mit der Mopo", so Anja Visscher, Co-Founder der Pryntad GmbH. Mittelfristig sollen weitere Publisher auf der Plattform ihr Print-Inventar anbieten.

Das Ziel ist ein Marktplatz für gedruckte Anzeigen aus allen Printsegmenten. Visscher: "Im Idealfall können Werbungtreibende aus einer Vielzahl von Verlags-Angeboten auswählen und ihren Wunschpreis abgeben – sozusagen Programmatic Print buchen."


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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