Anzeige

Studie: ein Jahr Corona
Die Skepsis gegenüber Social Media steigt

Die Axel Springer Marktforschung und Media Impact haben mit dem Marktforschungsinstitut Forsa die Auswirkungen von einem Jahr Corona untersucht. Fazit: Die etablierten Medienangebote gewinnen.

Text: W&V Redaktion

22. Februar 2021

27 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen die Tageszeitung immer wichtiger werde.
Anzeige

Der Beginn der Corona-Pandemie hierzulande jährt sich – zwölf Monate, die sich gravierend auf den Alltag und das Verhalten der Menschen ausgewirkt haben. Wie sehr, haben die Axel Springer Marktforschung und Media Impact zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Forsa untersucht. Für die Studie "Alles bleibt anders – ein Jahr Corona" wurden zwischen dem 12. und 18. Januar 2009 Personen der deutschsprachigen Gesamtbevölkerung ab 16 Jahre befragt, die nach Alter, Geschlecht und Region-Fallzahlen gewichtet wurden.

Jetzt liegen die Ergebnisse der Untersuchung vor. Sie soll die allgemeine Stimmungslage sowie das Mediennutzungs- und Konsumverhalten beleuchten sowie Werbungtreibenden branchenspezifische Einblicke und Handlungsempfehlungen geben, etwa in den Bereichen Automotive, Gesundheit, Finanzen & Versicherungen sowie Konsumgüter & Einzelhandel.

Was bisher schon einige Analysen gezeigt haben, trifft auch für diese Untersuchung zu: Der Nachrichtenkonsum steigt seit Beginn der Pandemie auf allen Kanälen. 27 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen die Tageszeitung immer wichtiger werde, im März 2020 waren es noch 16 Prozent. 41 Prozent nutzen Online-Nachrichtenangebote stärker als zuvor. Zugleich wird die Rolle von Social Media zunehmend kritisch gesehen. 63 Prozent halten viele Posts und Kommentare zu Corona-Maßnahmen in sozialen Netzwerken für gefährlich.

Online-Shopping bleibt

Das veränderte Konsumverhalten wird wohl nicht mehr vollständig zur Vor-Pandemie-Ära zurückkehren: 28 Prozent der Befragten geben an, ihr intensiviertes Online-Shopping-Verhalten auch nach der Pandemie beibehalten zu wollen – auch wenn vielen Online das richtige Kauferlebnis fehle. Die Nachhaltigkeit von Produkten rückt indes weiter in den Mittelpunkt: 46 Prozent achten seit Beginn der Pandemie verstärkt darauf. Ein besonderer Kaufanreiz sind außerdem Rabatte.

Die allgemeine Stimmungslage ist allerdings, wenig überraschend, etwas eingetrübt: Durch die wiederholten Verlängerungen der Lockdowns und die fehlende Abwechslung im Alltag geben 76 Prozent der Befragten an, dass ihr Leben an Freude verloren hat. Trotzdem bewerten 71 Prozent der Befragten die aktuellen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie als richtig. 78 Prozent der Befragten wollen sich impfen lassen, sobald ein Impfstoff verfügbar ist.

Fazit: "Egal ob Print, TV oder Online – die etablierten Medienangebote gehen als Krisengewinner aus dem historischen Pandemie-Jahr hervor", sagt Clarissa Moughrabi, Leiterin Marktforschung bei Axel Springer. Um Werbungtreibende in der Corona-Krise unterstützende Informationen zu liefern, habe man das Mediennutzungs- und Konsumverhalten genau untersucht und branchenspezifische Erkenntnisse herausgearbeitet. Denn, so Moughrabi weiter, "Corona verlangt den Marken mehr Kommunikation denn je ab. Werbetreibende, die ihre Kundenansprache jetzt dynamisch anpassen und intensivieren, können gestärkt aus der Krise hervorgehen."

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

Anzeige