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Emetriq wertet Daten zur RTL-Show aus
Die wahren Zielgruppen des Dschungelcamps

Rentner und Arbeitssuchende als die größten Fans der RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!"? Die Emetriq-Analyse lässt tief ins Dschungelcamp blicken. 

Text: W&V Redaktion

24. Januar 2019

Derzeit dank #IBES allabendliche Gäste in vielen deutschen Wohnzimmern ....
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Die Frage "Guckst du das Dschungelcamp?" verneinen durchaus viele, bejahen aber auch die unterschiedlichsten Zuschauergruppen.

Wer so vor dem TV-Gerät mitfiebert, wenn RTL wie gerade jetzt bis zum kommenden Wochenende mehr oder minder Prominente bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" im australischen Dschungel vor der Kamera separiert, haben die Datenexperten von Emetriq genauer durchleuchten wollen. 

Verglichen wurden bei den Interessenten für die Grimme-Preis-nominierte Show von der Telekom-Datentochter Merkmale wie Geschlecht, Alter und Affinität. Analysiert wurden die Familien-, Bildungs- und Job-Status der #IBES-Fans.

Die Auswertung der Emetriq Audience Insights zeige die Verteilung von Nutzern mit Interesse am Dschungelcamp im Vergleich zu dem Emetriq Datenpool, heißt es in der Mitteilung vom Donnerstag.

Das sind die wahren Zielgruppen des Dschungelcamps

  • Das Dschungelcamp gilt zwar seit 13 Staffeln als eine Art "guilty pleasure" der Intellektuellen. Emetriq sieht "dieses Image" allerdings nicht bestätigt. Es zeige sich vielmehr, dass überproportional Arbeitssuchende und Rentner zu den Dschungel-Fans zählen.
  • Nach der Emetriq-Analyse interessieren sich viele Rentner (20 Prozent). Dicht dahinter liegen arbeitssuchende User (19 Prozent).
  • Auch zeigt die Auswertung, dass der IBES-Fan in der Regel zwischen 40 und 49 Jahren alt ist.
  • In der jüngeren Vergleichsgruppe der 20- bis 29-Jährigen falle das Interesse an der Show eher gering aus, heißt es: Nur 10 Prozent der User in dieser Altersgruppe finden demnach bei der RTL-Show Vergnügen.
  • Bestätigt wird von den Big-Data-Spezialisten: Es neigen mehr Frauen (56 Prozent) als Männer (44 Prozent) zum Dschungel-Event.
  • Der Datenspezialist wirft auch einen Blick auf die Affinitäten der IBES-Freunde. So interessieren sie sich besonders für Boulevard-Themen (…. die bei RTL zuhause sind …).
  • Allerdings beobachteten die Analysten eine ähnlich hohe Überschneidung mit denen, die sich für Kunst und Kultur begeistern – "was dann doch wieder irgendwie auf den Ruf der Intellektuellen-'guilty pleasure' einzahlt", wie Emetric einräumt.
  • Das Desinteresse an der Dschungelshow sei übrigens bei DIY-Freunden am größten.

Hier ein Schaubild zum Fanlager der Dschungelcamper:

Die Interessenten mögen aus den verschiedensten Lagern kommen – die Zahl der tatsächlichen Zuschauer ist aber immer noch hoch. So sahen am Mittwochabend ab 22.15 Uhr 5,12 Millionen Gesamtzuschauer (23,4 Prozent Gesamtmarktanteil) die RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" , einige mehr als am Abend davor (4,86 Millionen, 25,8 Prozent). Diesmal musste Schauspielerin Doreen Dietel ("Dahoam is Dahoam") gehen.

Das Hamburger Unternehmen Emetric bündelt die Daten deutscher Daten-Lieferanten und Webseiten und ermöglicht Werbetreibenden "fairen" Zugang zu Zielgruppeninformationen. Auf Basis des Datenpools entwickelt das 90-köpfige Team datengetriebene Lösungen, die für mehr Effizienz im Mediaeinkauf sorgen. Unternehmen und Agenturen wie Bonprix und Amnet Group, Agof-Vermarkter wie G+J EMS und Burda Forward Advertising sowie Datenlieferanten wie die GfK und Payback setzen auf die Zusammenarbeit mit dem Telekom-Unternehmen.

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