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Nielsen Werbeumsatz April 2018
Die Zeit schiebt sich vor Spiegel und Focus

In den ersten vier Monaten des Jahres hat Die Zeit mit Anzeigen und Beiheftern mehr eingenommen als die beiden Nachrichtenmagazine.

Text: W&V Redaktion

22. Mai 2018

Die Wochenzeitung Die Zeit entwickelt sich in Print sehr erfreulich, was die Werbeumsätze angeht.
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Das Ranking nach Bruttowerbeumsatz führt die Programmbeilage RTV Plus an: Nachdem hier die Ausgaben West und Ost zusammengelegt wurden und RTV nun auch die Fernsehbeilage zum Stern liefert, kamen an Werbeeinnahmen im April knapp 8,9 Millionen Euro zusammen.

Dahinter führt die Auswertung von Nielsen (via PZ-Online) das Magazin Stern (Gruner + Jahr) erneut auf Platz zwei (7,6 Mio. Euro). Die Bunte (Burda) verbesserte sich auf Platz drei (7,4 Mio. Euro) - im Vorjahr hatte das Peoplemagazin noch auf Rang sieben gelegen. Ein weiterer Frühjahrsgewinner: Glamour (Condé Nast) kletterte im April auf Platz fünf (2017: Platz acht). Deutlich zulegen konnten auch die Apothekenumschau und TV14.

Nielsen-Werbemarktdaten: Im April gab es herbe Verluste.

Die Verlierer im April, verglichen mit dem Vorjahresmonat, heißen Focus und Spiegel: Beide Nachrichtenmagazine haben deutlich Werbeumsatz eingebüßt, was für den Burda-Titel Focus den Verlust von Platz eins bedeutete (nunmehr Platz vier mit 7,3 Mio. Euro), der Spiegel fiel vom dritten auf den zehnten Platz (5,7 Mio. Euro). Allerdings haben die meisten Magazine in den Top 30 deutlich verloren, darunter Autobild und Sportbild, Gala, TV Spielfilm, TV Digital und Schöner Wohnen.

Auf die 30 umsatzstärksten Zeitschriften, Wochenzeitungen und Supplements entfielen im April 54 Prozent der Gesamterlöse von 241 Mio. Euro brutto. Verkauft wurden von den bei PZ Online gelisteten Verlagen 10.238 Anzeigen- und Beihefterseiten.

Für Spiegel und Focus wird es enger

Das macht sich auch in der kumulierten Zwischenbilanz für das bisherige Jahr bemerkbar: Von Januar bis April verzeichneten die beiden Nachrichtenmagazine deutliche Verluste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das und die deutlichen Zuwächse beim Bruttowerbeumsatz der Wochenzeitung Die Zeit führten dazu, dass die Magazine Platz machen mussten. Sie liegen nunmehr auf den Rängen sechs (Spiegel) und sieben (Focus) hinter der Zeit, die sich auf Platz fünf hocharbeitete.

Von unten heizt dem Focus außerdem ein Titel aus dem eigenen Verlag ein. Die Bunte legte im Vergleich zum Vorjahr von Januar bis April um 10,6 Prozent zu und schließt mit einem Bruttowerbevolumen von 24,1 Mio. Euro beinah zum Focus (25,3 Mio. Euro) auf.

Bruttowerbeumsatz Januar bis April 2018.

Platz eins im Jahresverlauf bisher gehört RTV Plus (40 Mio. Euro) trotz deutlicher Einbußen (minus 10,9 Prozent) im Vergleich zu den Bündeln Ost und West.

Die Plätze zwei und drei gehen an die G+J-Titel Stern und Brigitte, dahinter folgt Bild am Sonntag (Springer).

Den größten prozentualen Zuwachs innerhalb der Top-30-Titel lieferte die Fernsehzeitschrift TV14 (Bauer): Von Januar bis April 2018 stiegen die Werbeumsätze brutto um 31,2 Prozent (auf 11,5 Mio. Euro) im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2017.

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