Anzeige

Global Adviser bei Next Media Accelerator
Diekmann berät Startup-Accelerator und kritisiert SPÖ

Bei der Startup-Plattform Next Media Accelerator sorgt jetzt Ex-Bild-Macher Diekmann für mehr Bekanntheit. Und er mischt sich in Wiener Schmäh ein.

Text: W&V Redaktion

28. September 2017

Meinungsstarker Influencer: Kai Diekmann.
Anzeige

Prominente Verpflichtung für den Next Media Accelerator:  Ex-Bild-Macher Kai Diekmann ist künftig Berater des NMA. Als "Global Advisor" soll er "den internationalen Ausbau unterstützen", wie es in der Ankündigung vom Donnerstag heißt. Der NMA ist ein von mehr als 20 Medienunternehmen finanziertes Beschleunigungsprogramm für Startups aus Europa und Israel. Initiiert wurde der next media accelerator von der Deutschen Presse-Agentur.

Kai Diekmann soll helfen, die Plattform in der weltweiten Startup-Szene, aber auch bei Medienkonzernen und Investoren bekannter zu machen. Der Fokus liegt dabei auf Europa, USA und Israel. "Kai Diekmann hat bei Bild eindrucksvoll bewiesen, wie eine etablierte Medienmarke die Digitalisierung als Chance nutzt und dabei auch gezielt auf junge Gründer von außen setzt", sagt Nico Lumma, Managing Partner des NMA. Zu den Investoren gehören unter anderem Spiegel, Zeit, Diekmanns Ex-Arbeitgeber Springer, Funke, Madsack sowie einige regionale Medienhäuser. 

Diekmann kritisiert Anzeigen-Boykott in Wien

Daneben sorgt der ehemalige Bild-Herausgeber Diekmann für Schlagzeilen, weil er den vom Wiener Kanzler Christian Kern verhängten Anzeigen-Boykott der österreichischen Sozialdemokraten gegen die Tageszeitung Österreich verurteilt. Es sei unzulässig, Medien durch wirtschaftlichen Druck abzustrafen. "Das ist ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Pressefreiheit", sagte Diekmann der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Kern, der auch SPÖ-Chef ist, habe ein Eigentor geschossen. "Ich kenne keinen vergleichbaren Fall aus Deutschland, wo ein Politiker zu diesem Mittel gegriffen hätte", meinte Kai Diekmann. Kern hatte die Berichterstattung des Gratis-Blatts, das in etwa 500.000 Exemplaren verteilt wird, vor der Parlamentswahl am 15. Oktober als verleumdend empfunden. Die Zeitung hatte über ein internes SPÖ-Papier berichtet, in dem der 51-Jährige als eitler Politiker mit dünnem Nervenkostüm und "Glaskinn" dargestellt wurde.

Die stornierten SPÖ-Anzeigen haben laut Österreich einen Wert von 50.000 Euro.

ps/dpa

Anzeige