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Streamingtipps
Diese Dokus bringen Kunst direkt nach Hause

Malerei, Design, Graffiti: Der Museumsbesuch ist auch bequem von der heimischen Couch aus möglich. Diese Dokus zeigen Kunstwerke große Künstler*innen und ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen.

Text: W&V Redaktion

14. August 2020

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Kunst ist fester Bestandteil unserer Kultur. In ihr spiegelt sich nicht nur die Ästhetik, sondern immer auch Auseinandersetzung mit der jeweiligen Zeit. Umso schöner ist es, dass wir in einer Zeit leben, in der Kunst nicht nur ausschließlich der Elite zugänglich gemacht wird, sondern wir sogar jederzeit von zuhause aus virtuell in die Kunstwelt abtauchen können. Und die ist oft spannender als so mancher Actionfilm! Denn das Leben schreibt immer noch die besten Geschichten und Künstler*innen geben noch Farbe, Form und Glanz dazu. Ganz individuell. Auch diese gestreamte "Museumstour" beinhaltet eine Bandbreite an zeitgenössischer Kunst.

So führen zunächst vierzehn kreative Köpfe hinter die Kulissen der wohl neuartigsten Kunstsparte, des Designs ("Abstrakt – Design als Kunst"). Weiter geht es dann in die Straßen von New York: Bansky zeigt mit einer wilden Schatzsuche, dass Kunst und Kunsthype faszinierend nah beinander liegen ("Banksy Does New York"). Danach offenbart eine Zeitreise ins Westberlin der 80er Jahre ein buntes, lautes Sammelsurium an neuer Kreativität ("B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979-1989"). Währenddessen macht sich auch in New York und schließlich auf der ganzen Welt der erste afroamerikanische Künstler in der Kunstszene einen Namen: Jean-Michel Basquat erobert den Kunstmarkt der 80er Jahre im Sturm ("Basquiat - Popstar der Kunstwelt"). Zuletzt gewährt die Modeikone Vivienne Westwood einen Einblick in ihr Atelier ("Westwood: Punk. Ikone. Aktivistin.").

Mehr Streamingtipps gibt’s im Feed auf shelfd.com. Und wenn Sie keine Highlights mehr verpassen möchten, dann holen Sie sich die Neustarts von Netflix oder Prime Video direkt in Ihren Kalender. Happy Streaming!

Abstrakt – Design als Kunst (Staffel 1 & 2)

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Bei Netflix verfügbar

Ist ein Turnschuh Kunst? Und wie kommt man darauf mit 6500 Seidenraupen eine Skulptur zu erschaffen? Was macht Schrift zum Design? Die Netflix Doku-Reihe stellt in 14 Folgen (aufgeteilt in bisher zwei Staffeln) Fragen nach Kreativität und dem Schaffungsprozess. Ob Bioarchitektur, Automobildesign oder Kostümbild, die unterschiedlichsten Designrichtungen werden betrachtet und führen unwiderruflich zu einem neuen Verständnis für Design und belegen zudem, warum ein genaues Hinsehen wichtig ist. Denn Design ist die Kunst, die im modernen Alltag am häufigsten zu finden ist. Und so sieht man beim nächsten virtuellen Besuch auf Instagram plötzlich keine App, sondern die Geschichte eines Produktes.

Hier geht es zur Serie.

Banksy Does New York (Doku)

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Bei Prime Video verfügbar

Der Hype um Banksy ist unbestreitbar. Kaum verwunderlich also, dass seine Kunstperformance in New York die Stadt und auch das Internet in Aufruhr gebracht hat: Einen Monat lang jeden Tag ein neues Banksy Kunstwerk! Die Dokumentation zeigt, wie aus der Performance im Jahr 2013 eine regelrechte "Schnitzeljagd" entsteht. Denn eines macht die Kunst von dem Graffitikünstler stark aus: Die Reaktionen der Menschen. Wer die zuvor entstandene Banksy-Doku "Exit Through the Gift Shop" kennt, ahnt, dass auch hier nicht die Person hinter dem anonymen Künstler aufgedeckt wird, sondern seine Kunstwerke im Fokus stehen. Typische schwarz-weiße, große Figuren in kritische Metaphorik verpackt. So fasziniert seine oft kurzlebige Kunst nicht nur den Kunstmarkt oder Kunststudierende, sondern ebenso die allgemeine Bevölkerung.

Die (nicht vom Künstler autorisierte) Doku zeigt, welche Werke im Oktober 2013 entstanden sind und wie durch den absurden Internet-Hype aus einer gedachten Schatzsuche eine regelrechte Jagd wurde. Von allen entstandenen Kunstwerken war ein Jahr nach Erscheinen des Films nur noch ein einziges Graffiti in New York zu sehen. Allein deshalb ist diese Doku auch ein historisches Zeugnis des berühmtesten Graffiti-Künstlers des 21. Jahrhunderts.

 

Hier geht es zur Doku.

B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979-1989 (Doku)

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Bei Prime Video verfügbar

Diese Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm zeigt Westberlin in den 80er Jahren: Musik, Kunst, Krawall und Punk. Die Geschichte einer Generation wird anhand des Protagonisten Mark Reeder erzählt, der damals aus England nach Westberlin kam und dort sofort in die Szene eintauchte. Als Manager, Veranstalter, Tontechniker, Journalist oder auch Schauspieler lernt er unterschiedliche Musiker und Künstler hinter den Kulissen kennen, wie zum Beispiel Nena, Malaria, Die toten Hosen, Nick Cave oder WestBam mit seiner Love Parade.

Mit Hilfe von unzähligen Video-Zusammenschnitten und einigen, jedoch nicht auffallenden nachgespielten Szenen, schafft "B-Movie" ein kunstvolles Zusammenspiel, das popkulturell und historisch zugleich ist. Obwohl es keinen fesselnden Handlungsstrang gibt, erzählt dieser Film dafür eine einzigartige und vor allem wahre Geschichte der Avantgarde-Szene von Westberlin. Die amateurhaften Videomaterialien verpackt in einem Spielfilm, verleihen ein Gefühl von einer Zeitreise statt einer Dokumentation. Natürlich auch mit 1A-Soundtrack der Zeit.

Hier geht es zur Doku.

Basquiat – Popstar der Kunstwelt (Doku)

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In der ARTE Mediathek verfügbar

Er eroberte die Kunstszene der 80er Jahre wie im Sturm: Der afroamerikanische Jean-Michel Basquiat galt als erster schwarzer Star der Kunstwelt. So begeisterte er mit seinen Werken erst die Street-Art-Szene New Yorks bis hin zum Kunstmarkt der privilegierten Oberschicht. Er malte mit Warhol und knutschte mit Madonna, doch vor allem prägte er mit seiner Kunst einen eignen Stil, eine neue visuelle Sprache. Symbole, Kritzeleien, Graffiti, Energie und vor allem ein Motiv, dass auch Jahrzehnte danach aktueller denn je ist: Rassismus, Polizeigewalt, das Leben eines Schwarzen Mannes im weißen Amerika.

Zwischen Hype und Anfeindungen gefangen, starb der Ausnahmekünstler an einer Überdosis mit nur 27 Jahren, doch hinterlässt mehr als 3000 Werke. Diese stehen in der Dokumentation im Fokus porträtieren nicht nur sein Leben, sondern auch seinen Kunststil. Versprochen: Einen "Basquiat" kann danach jeder beim nächsten Museumsspaziergang erkennen.

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Westwood: Punk. Ikone. Aktivistin. (Doku)

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Bei Prime Video verfügbar

Wer glaubt Vivienne Westwood punktet in diesem dokumentarischen Porträt mit Sympathie, hat sich geirrt. Die exzentrische Modeikone bleibt ihrer Marke und sich treu. Doch genau das ist es auch, was diese Frau und ihre Modeschöpfungen so berühmt gemacht hat. Westwood hat schon früh ihre Mode zum Business gewandelt. Als Frau zeigte sie Bissigkeit und schuf sich damit einen Platz im männerdominierten Modekosmos. Dass ihr Ego dabei natürlich auch ins Rampenlicht wollte, versteckt sie keineswegs. Viele Interviewszenen von ihr selbst und wichtigen Begleiter*innen geben Einblick in die Person Vivienne West, die nicht nur Modedesignerin ist, sondern auch Aktivistin und Mensch.

Das Videomaterial der Doku ist gesteckt voller typischer Szenen der Modewelt: Atelier, Anziehpuppe, Laufstegen. Doch die eigentliche Kunst kommt nicht zu kurz: Westwoods Entwürfe und Kreationen, welche immer noch einen prägenden Einfluss auf die Modewelt haben.

Hier geht es zur Doku.

Autor: Annika Spohn


Autor: W&V Leserautor

W&V ist die Plattform der Kommunikationsbranche. Zusätzlich zu unseren eigenen journalistischen Inhalten erscheinen ausgewählte Texte kluger Branchenköpfe. Einen davon haben Sie gerade gelesen.

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