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Deutscher Fernsehpreis
Diese TV-Produktionen werden geadelt

"Gladbeck" hängt "Das Boot" ab, Luke Mockridge zeigt Kai Pflaume die Nase: Für diese TV-Macher, Schauspieler, Journalisten, Filme und Serien gab es den Deutschen Fernsehpreis.

Text: W&V Redaktion

1. Februar 2019

Die Sky-Serie "Das Boot" nimmt beim Deutschen Fernsehpreis immerhin 2 Trophäen mit.
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Jürgen von der Lippe alias Hans-Jürgen Dohrenkamp, wie der 70-Jährige bürgerlich heißt, bekommt den Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk - etwa den Quotenhit "Geld oder Liebe". Verliehen wurde die Trophäe bei einer Gala in Düsseldorf am Donnerstagabend.

Das Event war einmal mehr so etwas wie ein großes Absolvententreffen der TV-Branche. Prämiert wurden die besten TV-Macher, Schauspieler, Journalisten, Filme und Serien 2018.

Etwas überraschend wird der Mehrteiler "Gladbeck" (ARD/Radio Bremen) über das Geiseldrama von 1988 zum großen Gewinner des Abends. Mit insgesamt drei Auszeichnungen läuft er den hoch gehandelten Serien "Bad Banks" (ZDF/Arte) und "Das Boot" (Sky) den Rang ab. "Bad Banks" mit Paula Beer und Désirée Nosbusch war mit sechs Nominierungen ins Rennen gegangen, "Das Boot" (Sky) gar mit neun.

"Gladbeck" gewinnt in den Kategorien "Bester Mehrteiler" und "Bester Schnitt". Zusätzlich wird Darsteller Albrecht Schuch, der in "Gladbeck" zu sehen ist, als bester Schauspieler ausgezeichnet. "Bad Banks" kann bei "Beste Regie" (Christian Schwochow) und in der wichtigen Kategorie "Beste Drama-Serie" die Jury überzeugen. Dort setzt sie sich auch gegen "Das Boot" durch. Die Serie basiert auf demselben Stoff wie der gleichnamige Kino-Welterfolg von Regisseur Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1981. Am Ende bleiben für sie die "Beste Kamera" und mit Vicky Krieps die beste Schauspielerin.

Die Freude beim Münchner Pay-TV-Anbieter ist dennoch groß:

Bei den Filmen setzt sich "Aufbruch in die Freiheit" durch. Der ZDF-Streifen behandelt das Thema Abtreibung und spielt Anfang der 70er Jahre in einer Provinzstadt. Die Macher widmeten den Preis Frauen, die sich für die Abschaffung des Paragrafen 219a einsetzen.

Als beste Primetime-Show kann sich die etablierte Tanz-Show "Let's Dance" (RTL) durchsetzen. Bei den Moderatoren zeigt Luke Mockridge unter anderem Kai Pflaume die Nase. Als "Beste Unterhaltung Late Night" wird "Inas Nacht" (ARD/NDR) mit Ina Müller ausgezeichnet.

Als "Beste Comedy" nimmt "Kroymann" (ARD/Radio/Bremen/SWR/NDR/RBB) mit Maren Kroymann einen Preis mit nach Hause. In der Schwester-Kategorie "Beste Comedy-Serie" triumphiert dagegen "Jerks." (ProSieben/Maxdome). Die Trödel-Show "Bares für Rares" (ZDF) mit Horst Lichter wird "Bestes Factual Entertainment", "ran NFL" von ProSieben und ProSieben Maxx "Beste Sportsendung".

Bei den Dokumentationen erhält "Kulenkampffs Schuhe" (ARD/SWR/HR) die Ehrung. In der Doku wirft die TV-Autorin Regina Schilling als Kind eines Kriegsheimkehrers einen ganz subjektiven Blick auf Deutschlands große Entertainer wie Hans-Joachim Kulenkampff und Peter Frankenfeld. Als beste Auslandsreporterin würdigt die Jury Antonia Rados für ihren Bericht "Jemens langsamer Tod" (n-tv).

Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von den großen TV-Anbietern vergeben - Stifter sind die Intendanten und Geschäftsführer von ARD, ZDF, RTL und Sat.1. Die Geschichte der Auszeichnung ist allerdings durchaus wechselhaft. 2015 fiel die Verleihung aus - der Preis war zuvor stark in die Kritik geraten.

Die Ausgabe 2019 - moderiert von Barbara Schöneberger und Steffen Hallaschka - wurde nun sogar wieder übertragen. Wer wollte, konnte im Internet zuschauen und später bei einer Aufzeichnung im Fernsehen - ab 22.30 Uhr bei One. Dort sahen aber nur 90.000 Zuschauer zu, macht 0,7 Prozent Gesamtmarktanteil.

Im vergangenen Jahr etwa hatte es gar keine ausgestrahlten Bilder gegeben.

ps/dpa

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