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Positive Quartalszahlen
Digitales und Inhalte gleichen Werbedelle der RTL Group aus

Die Zahlen bestätigen die Strategie der RTL-Familie und der Mutter Bertelsmann: Die Inhalte- und Digitalgeschäfte florieren, Produktionen werden gut verkauft. 

Text: W&V Redaktion

16. Mai 2019

Thomas Rabe plant für die RTL-Familie "nationale Streaming-Champions in den europäischen Ländern".
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Bei der RTL Group verhält es sich ähnlich wie bei der konkurrierenden Münchner Medienfamilie ProSiebenSat.1: Hier wie dort sorgen Digitalgeschäfte und die Produktionstöchter im florierenden Bewegtbildmarkt für Zuwachs. 

Der Umsatz der RTL-Gruppe ist nach Zahlen vom Donnerstag im ersten Quartal um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 1,5 Milliarden Euro, gestiegen. Im klassischen TV-Werbegeschäft muss die Bertelsmann-Tochter indes ein Minus hinnehmen: Die Erlöse sind im Kerngeschäft um zwei Prozent auf 1,08 Milliarden Euro gesunken.

Zur Senderfamilie gehören neben der Mediengruppe RTL Deutschland auch die französische M6-Gruppe oder RTL in den Niederlanden und Belgien. Und: Die Produktionstochter Fremantle hat ihren Umsatz um satte 41 Prozent gesteigert. Sie produziert neben der Serie "American Gods" etwa auch die Fernsehserie des britischen Tanzwettbewerbs "The Greatest Dancer".

Digital- und Streamingstrategie geht auf

Das Digitalgeschäft der RTL Group hat im ersten Quartal deutlich zugelegt - um 15,8 Prozent auf 220 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 190 Millionen Euro). 

Zudem entwickeln sich die Streaming-Plattformen TV Now in Deutschland und Videoland in den Niederlanden positiv: Insgesamt ist die Zahl der Abonnenten um 59 Prozent auf 1,15 Millionen im Vergleich zu Ende März 2018 angewachsen.

Der neue Unternehmenschef Thomas Rabe will nun hier nachlegen: "Die RTL Group ist mit einem Umsatzwachstum von 7,2 Prozent gut in das Jahr 2019 gestartet. Das Wachstum ist auf die Inhalte- und Digitalgeschäfte sowie auf das Timing wichtiger Fremantle-Produktionen zurückzuführen. Um unser Wachstumsprofil weiter zu verbessern, konzentriert sich unsere Total-Video-2.0-Strategie auf zwei Ziele: den Aufbau nationaler Streaming-Champions in den europäischen Ländern, in denen wir bereits starke Senderfamilien haben, sowie die Stärkung unseres globalen Produktionsarms Fremantle", so der CEO der RTL Group. 

Auch Bertelsmann meldet ein Plus

Auch dank der Tochter läuft es bei der Mutter Bertelsmann rund: Der Konzernumsatz der Gütersloher erhöhte sich im ersten Quartal um 5,4 Prozent auf 4,21 Milliarden Euro (Vorjahresquartal: 3,99 Milliarden Euro), "den höchsten Wert seit 2008", wie es heißt.

Was für RTL gilt, gilt für die gesamte Familie – Digitales boomt, unter anderem bei der Verlagstochter Gruner + Jahr. Bei den Hamburgern hebt Rabe besonders die Performance der App-Discovery-Plattform Applike sowie die digitalen Aktivitäten der Content-Marketing-Agentur Territory hervor.

ps/mit dpa

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